Umstrittene Strategie. über das Aus der St. Valentiner Impfstraße.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 07. April 2021 (05:32)

Testen, testen, testen. Impfen, impfen, impfen. So lautet die Devise im Kampf gegen das Coronavirus. Beides ist in St. Valentin möglich und das Angebot wird auch gut genutzt. Umso größer ist deshalb das Unverständnis, dass die Impfstraße wegen einer Strategieänderung des Landes nach fünfwöchigem Betrieb überraschend wieder schließen muss. Künftig wird es im Bezirk nur noch ein Impfzentrum geben, und zwar in Amstetten.

Dass die Bewohner des Westwinkels für eine Impfung in Zukunft 80 Auto-Kilometer in Kauf nehmen müssen, wird die Impfbereitschaft nicht gerade heben. Kein Wunder also, dass bereits Rufe laut werden, man möge eine Impfung im benachbarten und viel näher liegenden Oberösterreich ermöglichen. Manche Ärzte besuche man dort ja ohnehin schon immer. Ein Wunsch, der wohl ungehört verhallen wird. Dafür sorgt schon der Föderalismus. Das Virus kennt aber keine Grenzen und das sollte auch bei der Impfung so sein dürfen.