Wie wirklich ist die Wirklichkeit?. Über ein Foto, das für Gesprächsstoff sorgt.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 09. April 2019 (06:04)

Digitale Bildbearbeitung ist ein Segen. Zu viele Falten im Gesicht? Da kann man nachhelfen. Ein störender Fleck im tiefblauen Himmel? Kein Problem. Mit dem richtigen Programm verschwinden selbst ganze Menschen wie von Geisterhand.

Was für private (Urlaubs-)Fotos legitim ist, wird aber dann bedenklich, wenn Fotos – sowohl im Original als auch in der bearbeiteten Version – für die Öffentlichkeit gedacht sind. So geschehen in St. Valentin, wo das Titelfoto der Stadtzeitung auch für eine SPÖ-Aussendung herhalten musste. ÖVP-Stadtrat Andreas Pum war da offenbar fehl am Platz und wurde kurzerhand aus dem Bild retuschiert.

Gut – es ist nur ein Foto und in Wahrheit ist nicht wirklich etwas passiert. Trotzdem ist die Optik eine schiefe. Vor allem, wenn man bedenkt, dass mit dem manipulierten Foto eigentlich ein Gemeinschaftsprojekt beworben wurde und man angesichts der Mehrheitsverhältnisse in der Stadt derartige Tricksereien eigentlich gar nicht notwendig hätte.

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