Lieber Qual als keine Wahl. Ingrid Vogl über das Vorzugsstimmen-Modell in Stadt Haag.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 27. Oktober 2014 (11:51)

Jetzt ist es offiziell. Der Nachfolger von Josef Sturm wird per Vorzugsstimmenmodell ermittelt. Rudolf Mitter und Lukas Michlmayr werden um die Gunst der Haager Wähler buhlen. Damit fällt man am 25. Jänner ein wenig aus der Reihe. Nachdem sich die VP in Seiten stetten doch auf einen einzigen Spitzenkandidaten geeinigt hat, ist Haag die einzige Gemeinde im Bezirk, in der man auf Vorzugsstimmen setzt.

Das ist aus Wählersicht durchaus zu begrüßen, auch wenn es immer wieder kritische Stimmen gibt, die in der fehlenden Entscheidung für nur einen Spitzenkandidaten eine Schwäche der Partei orten. Gerade die Tatsache, den Wählern nicht nur einen Kandidaten am Silbertablett zu präsentieren, sondern sie mitentscheiden zu lassen, wer die persönlichen Interessen besser vertreten kann, sollte als Stärke ausgelegt werden. Und als Zeichen dafür, dass man mehrere gute Leute hat, denen eine schwierige Aufgabe wie das Bürgermeisteramt zuzutrauen ist.

Es liegt nun an den Wählern, das auch zu honorieren und die Chance zur Mitsprache zu ergreifen.