Nicht jeder Sport ist in der Krise. Ingrid Vogl über Nachwuchs-Sorgen im Tennis und Nachwuchs-Hoffnungen im Klettern.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 18. Mai 2015 (09:20)

Amstetten war letzte Woche Schauplatz eines der größten internationalen Tennis-Nachwuchsturniere des Landes. Dass das österreichische Tennis nicht nur bei den Erwachsenen in der Krise steckt, sondern auch ein gehöriges Nachwuchsproblem hat, war dabei nicht zu verheimlichen. Im Gegenteil. Einzig und allein der Tiroler Alexander Erler konnte mit seiner Leistung überzeugen und im starken internationalen Feld mithalten.

In anderen Sportarten sieht es für Österreich zum Glück besser aus. Zum Beispiel im Klettern. Hier stehen die rot-weiß-roten Youngsters bei Europa- und Weltmeisterschaften regelmäßig am Siegespodest. Und dass sie auch bei den Erwachsenen mitmischen können, bewies die 18-jährige Haagerin Jessica Pilz letzte Woche bei der Boulder-EM in Innsbruck.



Bei ihrem ersten internationalen Highlight bei den „Großen“ qualifizierte sie sich für das Finale und belegte letztendlich Rang fünf.

Nach dem guten Abschneiden der Österreicher im Semifinale änderte sogar der ORF sein Programm. Statt dem Semifinale der Eishockey-WM gab es das Finale der Kletter-EM zu sehen. Ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Anerkennung und mehr Öffentlichkeit. Bei den Erfolgen, die die österreichischen Kletterer seit Jahren einfahren, sollte das aber ohnehin schon selbstverständlich sein.