Vertrauen wie verfolgen. Über die Schnellebigkeit im Fußball.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 20. August 2019 (01:00)

Ernüchterung kehrte ein beim SKU Amstetten. Die 1:4-Niederlage in Ried betitelte Trainer Jochen Fallmann noch als Lehrspiel. Doch zu Hause gegen Dornbirn sollten die Lehren gezogen worden sein. Was am Ende herauskam, würde schulisch gesprochen nur einen Schluss ziehen: Nicht genügend.

In Amstetten war nicht zu sehen, wer die längere Anreise hatte. Ja, es entstand sogar das Gefühl, dass die Vorarlberger frischer und handlungsschneller waren. Zudem motiviert den ersten vollen Erfolg in der 2. Liga zu feiern. Beim SKU ging es nach hinten los. Natürlich hat es auch mit Spielglück zu tun. Hätte David Peham in der ersten Minute den Kopfball in die Maschen gebracht, dann wäre das Spiel anders verlaufen.

Doch der Konjunktiv zählt im Fußball nicht und Dornbirn riss mit dem schnellen Gegentor anscheinend Wunden des letzten Spieles auf. Die Amstettner Zuschauer machten ihren Unmut mit lautstarken Pfiffen Luft. Das Selbstvertrauen aus den ersten zwei Runden scheint innerhalb von zwei Spielen, wie verflogen. So schnelllebig ist der Fußball.

Doch: Positiv ist die Reaktion von Trainer und Spieler. Die Leistung wird nicht schöngeredet, sondern knallhart analysiert und sich sogar bei den Fans entschuldigt. Ein erster Schritt, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen.