Weit entfernt vom Titelrennen. Über die Zweiklassen- gesellschaft in der Gebietsliga West.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 05. November 2019 (00:12)

Die Gebietsliga West geht mit Ausnahme des Nachtragsspiels zwischen Oed und Hofstetten in die Winterpause. Die acht Bezirksvereine sind dabei weit davon entfernt, im nächsten Sommer deren Zelte in der 2. Landesliga West aufzuschlagen. Im Gegenteil: Ab Rang vier geht es um den Klassenerhalt. Denn auch mit 20 Punkten im Herbst kann bei mindestens zwei Absteigern noch nicht von einem sicheren Platz ausgegangen werden.

Warum der große Unterschied zu den drei Titelanwärtern Hofstetten, Hainfeld und Lilienfeld? Alle drei Klubs besitzen mit Abstand einen qualitativ hochwertigen Kader und lassen sich den auch etwas kosten. Anders die Situation bei den Amstettner Klubs in der Gebietsliga. Vorbei die Zeiten, in denen finanziell Milch und Honig flossen. Daher liegt der Fokus auf dem eigenen Nachwuchs. Da aber in den letzten Jahren der Einbau eher spärlich war, zahlt man eben jetzt dafür die Zeche.

Zwar sind die Teams mit der Philosophie, auf eigene Nachwuchsspieler zu setzen, noch weit entfernt vom Titelrennen. Dafür ist die Nachhaltigkeit im Klub gegeben. Ein wichtiger Faktor darf aber nicht vergessen werden: Auch die Zuschauer und Anhänger der Amstettner Vereine müssen sich jetzt in Geduld üben und die schwankenden Leistungen akzeptieren.