Berührendes Konzerterlebnis in St. Pölten

Erstellt am 29. Januar 2022 | 06:18
Lesezeit: 2 Min
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Der St. Valentiner Chor Ad Libitum und das Originalklangorchester Barucco begeisterten mit Bachs Messe in h-Moll im Festspielhaus St. Pölten.
Foto: privat
Der Chor Ad Libitum und das Originalklangorchester Barucco gastierten mit Bachs Messe in h-Moll im Festspielhaus St. Pölten.
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Was für Stimmen! Was für ein Chor! Was für ein Abend im Festspielhaus! Mit Johann Sebastian Bachs Messe in h-Moll ließ der St. Valentiner Chor Ad Libitum am Sonntagabend hören, weshalb er eine Lichtgestalt in der österreichischen Chorszene ist. Mit spürbarer Leichtigkeit leitete Heinz Ferlesch den Chor, der mit seinen Stimmen das einzigartige Werk zum Strahlen brachte, und das Originalklangorchester Barucco, das mit faszinierenden Klängen berührte. Man spürte in der virtuosen Interpretation die existenziellen Fragen des Lebens.

Dieses Meisterwerk nimmt im Denken und Glauben vieler Menschen aller Glaubensrichtungen eine einzigartige Stellung ein. Das monumentale Werk ist aktueller denn je und wurde inzwischen zu einer bemerkenswerten musikalischen Allegorie des menschlichen Daseins. Die Vertonung des Bekenntnisses zu Gott und die Verherrlichung jener Erlösung nach dem Tod, die den wahrhaft Gläubigen am Ende aller Tage zuteilwerden lässt, ist ein berührendes Erlebnis. Die sentimental ergreifenden Assoziationen von kraftspendendem Glauben, der Trost der Überwindung des Leids, das jauchzend Festliche lassen die Hingabe spürbar werden. Man erreichte eine Tiefe, die starke Emotionen hervorrief. Immer wieder wurde dabei die Qualität des Chores und Orchesters hörbar. Auch die gesanglich solistischen Einsätze sind hervorzuheben: Elisabeth Breuer, Sopran, Patricia Nolz, Alt, Daniel Johannsen, Tenor und Matthias Helm, Bass. Man spürte das Miteinander von Chor, Solisten und Orchester. Die Interpretation bestach mit Tiefsinn, Klangfarben und Virtuosität.

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