Buchpräsentation in Seitenstetten: Verschwundene Schätze

Erstellt am 08. März 2022 | 06:57
Lesezeit: 3 Min
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Reinhard Linke, János Kalmár, Ernst Bruckmüller und Christoph Mayer bildeten ein großartiges Autoren-team (von links).
Foto: Tak-Yee Choy
Vier Autoren verfassten ein Buch über Greißler und Wirts- häuser, Bauernhöfe und Eisenbahnen, Schmieden und Hammerwerke, die es nicht mehr gibt. „Verschwundenes Mostviertel“ wird am 11. März in Seitenstetten präsentiert.
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Es gab schon ein Buch über das „Verschwundene Waldviertel“, nun ist vom Fotografen János Kalmár in Zusammenarbeit mit Reinhard Linke, Ernst Bruckmüller und Christoph Mayer im Herbst des Vorjahres auch der Fortsetzungsband mit dem Titel „Verschwundenes Mostviertel“ herausgegeben worden.

Jahrzehntelang war das Mostviertel eine blühende Region der Hammerschmieden und Eisenhändler. Bis heute prägen die Schmieden und andere industrielle Bauwerke die Landschaft, und obwohl sie längst nicht mehr kommerziell genutzt werden, erinnern sie an die Glanzzeiten der Region. Das Leben hier aber hat sich im letzten halben Jahrhundert entscheidend verändert, die Anforderungen, Wünsche und Bedürfnisse der Menschen haben sich verschoben und die Arbeitsbedingungen sind heute andere. Auch das Freizeitverhalten und die Mobilität der Menschen haben sich stark gewandelt, nicht mehr bespielte Kinos und aufgelassene Bahnhöfe sind die Folge davon. Übrig bleiben vielmehr oftmals nur leer stehende Bauernhöfe und Häuser.

Ein großartiges Autorenteam

Der Bildautor zahlreicher Bildbände und freie Fotograf János Kalmár war nun also auch im Raum Amstetten und Waidhofen/Ybbs unterwegs und wurde in reichem Maße fündig, was verschwundene Greißler und Wirtshäuser, Bauernhöfe und Eisenbahnen oder Hammerwerke betrifft. Die Schwerpunkte seiner Arbeit sind stets Kulturgeschichte, Landschafts- und Städteporträts sowie Architektur und Menschenbilder.

Der renommierte, aus dem Mostviertel stammende Historiker Ernst Bruckmüller – er ist auch Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften – sowie der ORF-NÖ-Journalist Reinhard Linke und der studierte Kultur- und Eventmanager Christoph Mayer begeben sich in ihren Texten auf Spurensuche nach dem verschwundenen Mostviertel und unternehmen einen Streifzug durch die Geschichte der Region und seiner Menschen. Somit dokumentieren eindrucksvolle Bilder und informative Texte gleichermaßen den (Kultur-) Wandel in unserer engeren Heimat. Das Autorenteam stellt das Buch am 11. März, um 19.30 Uhr, im Bildungszentrum St. Benedikt vor.

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