Salvagnini expandiert in Ennsdorf

Das italienische Maschinenbau-Unternehmen erweitert den Betrieb im Ennsdorfer Wirtschaftspark um zehn Hektar und investiert dafür 2,5 Millionen Euro.

Erstellt am 17. Dezember 2019 | 05:12
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Daniel Müller (Salvagnini Austria), stellvertretende ecoplus-Aufsichtsratsvorsitzende Michaela Hinterholzer, Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav, Wolfgang Kunze (Salvagnini Austria) und ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki (von links) im Salvagnini-Werk in Ennsdorf.
Foto: mostropolis.at

Die Salvagnini Maschinenbau GmbH ist mit 25 Niederlassungen weltweit präsent. Doch nun hat sich der internationale Konzern, der auf Blechbearbeitungsmaschinen für die Industrie spezialisiert und zudem die weltweit größte Produktionsstätte von Biegezentren ist, entschieden, im ecoplus-Wirtschaftspark in Ennsdorf zu expandieren.

„Es ist ein großes Kompliment für den Standort, wenn ein weltweit tätiger Konzern wie Salvagnini gerade Ennsdorf auswählt, um seine Niederlassung zu vergrößern“, betont ecoplus-Geschäftsführer Helmut Miernicki.

Auch Bürgermeister Daniel Lachmayr freut sich über den Ausbau des größten Unternehmens in Ennsdorf: „Einen Betrieb wie Salvagnini kann man sich in einer Gemeinde nur wünschen. Führend bei Arbeitsplätzen und Lehrlingsausbildung, aber mit wenig Emissionen. Daher freut es mich besonders, dass Salvagnini in Ennsdorf weiter investiert.“

Der Ennsdorfer Wirtschaftspark ist der einzige Wirtschaftspark in Niederösterreich, der über einen eigenen Hafen sowie eine Straßen- und Bahnanbindung verfügt. Die Salvagnini-Gruppe weiß diese Vorzüge seit Jahren zu nutzen. „Unsere Anstrengungen, den Betrieben im Wirtschaftspark Ennsdorf die bestmöglichen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Entwicklung bieten zu können, tragen Früchte. Das freut mich sehr“, betont Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav. Auch aus diesem Grund erweitert ecoplus das Areal des Ennsdorfer Wirtschaftsparks.

Arbeiten beginnen im Frühjahr

Im Frühjahr sollen die Arbeiten zur Erweiterung um zehn Hektar beginnen. Dazu werden 2,5 Millionen Euro investiert. Dabei handelt es sich um eine der größten Investitionen der letzten Jahre, denn seit 2008 wurden 4,2 Millionen Euro in Straßen, Anschlussbahn und Kai gesteckt. „Manche Betriebe spüren die eintrübende Konjunktur in Deutschland. Bei den Betrieben im ecoplus-Wirtschaftspark Ennsdorf ist davon noch nicht viel zu merken. Die Auftragsbücher sind voll und der Standort pulsiert. Auch die Erweiterung der Salvagnini-Gruppe hat positive Auswirkungen auf die gesamte Region“, erklärt die stellvertretende ecoplus-Aufsichtsratsvorsitzende Michaela Hinterholzer.

Das Unternehmen Salvagnini, das bereits seit 1999 im ecoplus Wirtschaftspark Ennsdorf angesiedelt ist, baut Biegeautomaten in 14 verschiedenen Modellen und beschäftigt rund 420 Mitarbeiter. Ob in Aufzugsindustrie, Klimatechnik, Leuchtenindustrie, Lohnfertigung oder im Schaltschrankbau: In über 150 Sektoren wird auf den Biegeautomaten produziert. „Ennsdorf ist für uns der ideale Standort. Hier gibt es auch genügend freie Flächen für ein expandierendes Unternehmen, wie wir es sind“, erläutert Wolfgang Kunze, technischer Leiter und Prokurist von Salvagnini Austria.

Überlegungen zum Thema Umweltschutz

Auch das Thema Umweltschutz spielt bei Salvagnini eine wesentliche Rolle. Seit Jahren wird versucht, die Transporte so umweltfreundlich und emissionsfrei wie möglich durchzuführen. Aus diesem Grund setzt man bei Kurzstrecken auf den Transport via LNG-Trucks, deren Motoren mit Flüssiggas betrieben werden, was eine Reduktion von Feinstaub um 95 Prozent sowie eine Reduktion von CO 2 um bis zu 95 Prozent bedeutet. Zudem ist der gasbetriebene Otto-Motor im Vergleich zum Dieselmotor halb so leise, wodurch auch die Lärmbelästigung der Anwohner deutlich verringert wird.