Briefe kamen zu spät: Wahlkarten ungültig. In Haag und Haidershofen kamen mehrere Wahlkarten zu spät an, um noch berücksichtigt zu werden.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 06. Februar 2020 (05:25)
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Die Briefwahl erfreut sich in den letzten Jahren steigender Beliebtheit. Auch bei der Gemeinderatswahl nutzten viele die Möglichkeit, auf diesem Wege ihre Stimme abzugeben. Dass das System auch seine Tücken hat, zeigte sich in manchen Gemeinden am Tag nach der Wahl. Einige Wahlkarten, die fristgerecht bis Mittwoch vor dem Wahltermin weggeschickt worden waren, trudelten nämlich erst am Montag in den Gemeindeämtern ein. Zu spät, um noch berücksichtigt werden zu können.

„Wir haben erfahren, dass am Freitag noch einige Kuverts im Verteilerzentrum waren. Nicht extrem viele, aber doch“, erklärt Haags Bürgermeister Lukas Michlmayr. Viele Haager hätten ihre Briefwahlkuverts aber noch rechtzeitig am Wochenende in den Briefkasten auf der Gemeinde geworfen, betont der Stadtchef.

Ungültig wegen der fehlenden Unterschrift

Briefwahlstimmen, die man nicht mehr berücksichten konnte, gab es auch in der Nachbargemeinde Haidershofen. „Elf von 302 Kuverts sind zu spät gekommen. Das ist nichts Neues und sie wären auch nicht wahlentscheidend gewesen“, sieht Bürgermeister Manfred Schimpl keinen Grund, die derzeit geltende Frist für die Briefwahl zu überdenken. „Man kann sein Kuvert ja bis Wahlschluss noch im Sprengel abgeben“, gibt er zu bedenken.

Briefwahlstimmen, die nicht gezählt werden konnten, gab es auch in Ennsdorf. Dort war jedoch nicht der Zeitpunkt der Zustellung das Problem. „Dass Kuverts am Montag gekommen wären, ist mir nicht bekannt. Was mir aber aufgefallen ist, ist, dass eine Anzahl an Wahlkarten nicht unterschrieben wurde und daher ungültig war. Das ist schade“, bedauert Bürgermeister Daniel Lachmayr.