Weistracher Arztstelle nun doch gefragt. Bei der dritten Ausschreibung meldeten sich vier Anwärter für die Kassenstelle in Weistrach. Im September findet Hearing statt.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 20. Juli 2018 (05:51)
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Bürgermeister Erwin Pittersberger: „Wir sind zu allem bereit, um die Ordination in Weistrach zu erhalten“.
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Die Ausschreibung der Arztstelle für Allgemeinmedizin ist beendet und brachte ein erfreuliches Resultat: Es gibt drei Bewerberinnen und einen Bewerber dafür. Bei der vorhergehenden Ausschreibung hatte sich ja niemand gemeldet.

„Hatte gehofft, dass schneller ein Nachfolger bestimmt wird“

„Ich bin natürlich sehr froh, dass wir auch künftig einen praktischen Arzt in Weistrach haben werden“, zeigt sich Bürgermeister Erwin Pittersberger erleichtert. Einziger Wermutstropfen: Die Gebietskrankenkasse wird ein Hearing mit den Ärztinnen und dem Arzt veranstalten. Da es dabei Fristenläufe einzuhalten gilt, wird dieses erst Anfang September stattfinden.

„Für uns in Weistrach heißt das nun, dass wir einige Monate ohne Hausarzt auskommen müssen. Dr. Imb hat ja schon Ende Juni seine Ordination geschlossen. Ich hatte gehofft, dass schneller ein Nachfolger bestimmt wird“, sagt der Bürgermeister.

Die Ordination in der Imb praktiziert hat, wird auch dem künftigen Arzt oder der Ärztin zur Verfügung stehen. Sie gehört einem privaten Vermieter. „Er ist auch schon dabei, die Barrierefreiheit herzustellen, die bisher ja noch nicht vollständig gegeben war“, berichtet der Bürgermeister.

Dr. Imb war ja im Jahr 2006 aus Weistrach in die neue Praxis nach Rohrbach übersiedelt, weil in St. Peter eine Apotheke eröffnet und seine alte Ordination dieser um 200 Meter zu nahe war. Das hätte den Verlust der Hausapotheke bedeutet. „Ich gehe davon aus, dass wir auch diesmal wieder darum kämpfen müssen werden. Aber wir werden alles tun, damit auch der neue Arzt die Hausapotheke behalten kann. Er muss ja neu darum ansuchen“, sagt Pittersberger.

Weistrach hat 2.300 Einwohner, das Einzugsgebiet für den Hausarzt dürfte bei rund 3.500 Personen liegen.