Mostviertel: FP präsentiert Kandidaten. Die Freiheitlichen stellten ihre Wahlliste für den Wahlkreis 3c Mostviertel vor. Das Ziel ist laut Edith Mühlberghuber das „beste Ergebnis aller Zeiten“.

Von Peter Führer. Erstellt am 19. September 2017 (04:11)
Peter Führer
Die FPÖ Bezirkskandidaten mit Landesspitzenkandidat Walter Rosenkranz (3.v.r.): Alexander Schnabel, Sabine Bures, Christopher Schön, Edith Mühlberghuber und Bruno Weber (v.l.).

Im Rahmen eines Pressegespräches stellten Mostviertel-Spitzenkandidatin Nationalratsabgeordnete Edith Mühlberghuber und Landesspitzenkandidat Nationalratsabgeordneter Walter Rosenkranz die Kandidaten für das Mostviertel vor. „Wir wollen das beste Ergebnis aller Zeiten erreichen und kämpfen für ein lebenswertes Österreich für unsere Kinder und Enkelkinder“, betonte Wahlkreis-Spitzenkandidatin Edith Mühlberghuber.

Insgesamt zwölf Kandidaten finden sich auf der Liste. Für Amstetten treten neben Mühlberghuber Bruno Weber (Listenplatz 4, Stadtrat Amstetten), Alexander Schnabel (Listenplatz 7, Gemeinderat Opponitz), Sabine Bures (Listenplatz 10, Waidhofen/Ybbs) und Christopher Schön (Listenplatz 11, Gemeinderat St. Georgen/Ybbsfelde) an. Es sei gelungen, eine Mischung aus vielen bewährten Kräften zusammenzustellen.

„Fairness“ zentrales Wahlkampfthema

FP-Landesspitzenkandidat Walter Rosenkranz sieht den Wahlkreis Mostviertel gut aufgestellt: „Es handelt sich um gestandene Personen aus unterschiedlichen Berufsgruppen. Bei uns sind die Polizisten nicht, wie mit Franz Schnabel bei der SPÖ und Karl Mahrer bei der Liste Kurz, jene, mit Gold auf den Schultern, sondern die, die an der Front stehen“, teilte er einen Seitenhieb in Richtung Konkurrenz aus.

In seiner politischen Ansprache wies er einmal mehr auf die Debatte zum Thema Schweinefleisch im Kindergarten hin: „Die Ausrede, Schweinefleisch kommt aus Respekt vor anderen Kulturen nicht mehr auf den Teller, ist unerhört. Wie geht es weiter? Gibt es bald auch keine Bikinis in Bädern und kein Kreuz in den Schulklassen mehr?“, kritisierte der FP-Politiker.

Den Begriff Fairness habe man aus diesen Gründen ins Zentrum des Wahlkampfes gestellt. „Menschen, deren Vorfahren seit Generationen hier leben, finden es nicht fair, wenn etwa Millionen in Deutschkursen versenkt werden. Da gibt es dann die Situation, wie etwa in einem Purkersdorfer Gymnasium, wo die Schule, um an die Förderung für Kurse zu kommen, in die fünfte Klasse sieben Asylanten reinsetzt. Das ist unfair gegenüber den Eltern, aber auch gegenüber den neuen Kindern, die beim Unterricht nicht mitkommen.“

„Keine Garantie, dass Kurz Versprechen hält“

Besonders scharf schoss Rosenkranz gegen die Liste Kurz: „Österreichs teuerster Flüchtling heißt Sebastian Kurz. Er hat sich vor drei Diskussionen gedrückt, weil er weiß, dass er auf die Fragen, die HC Strache ihm stellen würde, keine Antworten hat. Ich glaube ihm nicht, wenn er unsere Positionen übernimmt. Es gibt keine Garantie, dass er das, was er verspricht, auch umsetzt.“

Für die Wahl hofft man trotz sinkender Umfragewerte auf den ersten Platz. Dieser sei „schwierig, aber möglich“. Allerdings stehe für Rosenkranz die nächste Regierung bereits fest: „Die Menschen brauchen keine Hoffnung auf eine FPÖ-Regierungsbeteiligung zu haben. Rot-Schwarz oder Schwarz-Rot ist ausgemacht. Das ist auch logisch, denn Merkel, Macron und Juncker werden dem Basti Kurz, oder ‚Blaupause’, wie ich ihn nenne, schon sagen, was er darf und was nicht. Wir Freiheitlichen müssen dagegensteuern.“