Haag

Erstellt am 06. November 2018, 03:22

von Ingrid Vogl

Haag: Wege für Pässe werden kürzer. Seit Beginn dieser Woche können Personalausweise und Reisepässe direkt beim Haager Stadtamt beantragt werden.

Am Haager Stadtamt ist man bestens gerüstet für die seit Anfang November mögliche Antragstellung für Personalausweise und Reisepässe. Bürgermeister Lukas Michlmayr informierte sich bei Nadja Lang und Hanna Wieser (von links) bereits über einen Kinderpass für seinen sechs Wochen alten Sohn.  |  Vogl

Haager Bürger, die einen neuen Reisepass oder Personalausweis benötigen, können sich künftig den Weg zur Bezirkshauptmannschaft in Amstetten oder zur BH-Außenstelle in St. Valentin ersparen. Seit Montag dieser Woche kann man die Reisedokumente – ausgenommen Notpässe oder Express-Reisepässe – nämlich auch am Stadtamt beantragen.

Auch wenn die anfallenden Mehrkosten vom Land nicht entschädigt werden, entschied sich der Gemeinderat im Juli dazu, den Bürgern dieses Angebot zu ermöglichen. „Ich sehe es als zusätzliches Bürgerservice und nehme an, dass das Angebot auch genutzt wird“, sieht Bürgermeister Lukas Michlmayr vor allem einen großen Vorteil für jene Menschen, die nicht mehr so mobil sind.

Jeden Montag (8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr) und jeden Mittwoch (8 bis 12 und 14 bis 17 Uhr) können die Anträge im Bürgerservice im Erdgeschoß eingebracht werden. Mit Hanna Wieser, Nadja Lang, Brigitte Schmidinger und Felicitas Lainerberger wurden vier Mitarbeiterinnen speziell dafür geschult.

Zwanzig Minuten für den Antrag einplanen

Beim Reisepass-Antrag gibt es vieles zu berücksichtigen. „Da ist genaue Arbeit notwendig, das geht nicht in fünf Minuten. Die Leute müssen sich schon zwanzig Minuten Zeit nehmen“, erklärt Hanna Wieser. Neben dem Ausfüllen des Antragsformulars gilt es die Passfotos mittels Schablone genau zu kontrollieren, ob sie auch den geforderten Normen entsprechen. Besondere Aufmerksamkeit wird auf den Fingerscan gelegt. „Wenn da etwas schiefgeht, kann es sein, dass die Person nicht einreisen darf“, weiß Wieser. Außerdem müsse bei den Fingerabdrücken eine bestimmte vorgeschriebene Reihenfolge der Finger eingehalten werden, ergänzt Nadja Lang.

Wer seinen Pass am Stadtamt beantragt, der muss jedoch mit einer etwas längeren Bearbeitungszeit als direkt bei der Bezirkshauptmannschaft rechnen, denn der Antrag wird zur BH übermittelt, diese prüft den Antrag und übermittelt diesen dann der Staatsdruckerei. Deshalb verlängert sich die Frist von fünf Werktagen um weitere drei bis fünf Werktage.

Wie viele Pässe beantragt werden, darüber kann man derzeit nur spekulieren. „Wir haben vor rund 15 Jahren schon einmal Pässe ausgestellt. Damals waren es 350 im Jahr“, hat Bürgermeister Michlmayr aber einen ungefähren Richtwert im Hinterkopf.