Neue Leiterin für Mittelschule

Erstellt am 13. August 2022 | 04:00
Lesezeit: 3 Min
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Sieglinde Faschinger wird als Schulleiterin nicht nur viel Zeit im Büro verbringen, sondern sie will auch weiterhin unterrichten. Die Gitarre wird die Deutsch- und Musiklehrerin daher weiterhin noch häufig im Einsatz haben.
Foto: Vogl
Sieglinde Faschinger (40) führt seit August die Geschicke der NÖMS Haidershofen.
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Zwölf Jahre lang war Elmar Novak Direktor der NÖMS Haidershofen. Mit 1. August trat er in den Ruhestand und Sieglinde Faschinger (40) übernahm die Geschicke der Mittelschule.

Die zweifache Mutter unterrichtet dort bereits seit zwei Jahren Deutsch und Musik. „Ich habe schon ein Monat überlegt. Es war keine Horuck-Aktion. Ich habe auch mit den Kollegen besprochen, ob sie mich haben wollen. Ich will nicht, dass ich jemandem vorgesetzt werde“, macht Faschinger deutlich, wie wichtig ihr der Teamgedanke ist. „Ich sehe uns als Schulteam. Wir sind eine Gemeinschaft. Das Team ist großartig und ich kann mich auf alle verlassen“, streut sie ihrem Lehrerteam Rosen.

Und sie hat sich auch vorgenommen, authentisch zu bleiben. „Ich werde mich nicht verbiegen“, stellt Faschinger klar. Dazu gehört für sie auch, weiterhin in der Klasse zu stehen und zu unterrichten. „Nur so kann ich bei den Kindern bleiben. Der Draht zu ihnen ist mir sehr wichtig“, betont die Neo-Schulleiterin, die ursprünglich als Kindergärtnerin ins Berufsleben einstieg und danach auch elf Jahre an der Bafep in Steyr sowie in der Erwachsenenbildung tätig war. Privat ist Faschinger auch Musikerin und Sängerin, die zehn Jahre lang in einer Band spielte und auch jetzt noch bei Taufen und Firmenfeiern zu hören ist. Sollte sie als Direktorin nicht von der Arbeit überrollt werden, dann will Sieglinde Faschinger ihre Musikstunden an der NÖMS auch weiterhin behalten.

Die 40-Jährige, die immer schon sehr an Fortbildungen interessiert war, hat viele Zusatzausbildungen und absolvierte im abgelaufenen Schuljahr auch die Schulmanagement-Ausbildung. Natürlich hat sie auch schon Ziele und Visionen für die Schule, die sie nicht nur interimistisch bis zur offiziellen Ausschreibung leiten möchte. „Das ist nicht nur ein Übergang. Ich plane schon richtig für die Zukunft“, erklärt Faschinger. Eines dieser Ziele heißt expandieren.

Schwerpunkte wie Kreativität, Theater oder Sport sollen weiterhin eine wesentliche Rolle im Schulalltag spielen. Außerdem will sie vermehrt ins Zentrum rücken, was man vom Leben lernen kann. „Das kann auch heißen, dass am Parkplatz vor der Schule Autoreifen gewechselt werden“, ist Sieglinde Faschinger für vieles offen. Sich auf das Gute besinnen, das wir haben, spiegelt sich auch im Jahresmotto, das für das kommende Schuljahr ausgewählt wurde, wider. Es lautet: „Focus on the good“.

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