St. Valentin: Erlabach wurde saniert. Ufer der Erla wurde dauerhaft gesichert und der Bachlauf mit Strukturelementen ökologisch gestaltet.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 05. Juli 2020 (06:22)
Stadtrat Karl Bunzenberger (Mitte) mit Franz Deinhofer (links) und Oliver Huber (beide Wasserbauabteilung Land NÖ) nach Abschluss der ökologischen Gestaltungsmaßnahmen am Erlabach.
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Höchst notwendige Bachräumungsarbeiten sowie Ufersicherungen führte die Wasserbauabteilung des Landes NÖ an der Erla im Bereich des St. Valentiner Altstoffsammelzentrums durch. „Durch das Anlanden von Schlamm war die notwendige Durchgängigkeit des Gerinnes bei einem Hochwasser nicht mehr ausreichend gegeben“, erklärt Stadtrat Karl Bunzenberger den Grund für die Maßnahmen.

Durch die Ufersicherung mit einer Steinschlichtung wurde nicht nur das ausgeschwemmte Ufer dauerhaft gesichert, sondern auch die Bachstraße unmittelbar nach der Autobahnüberführung ein wenig verbreitert. In Absprache des Vertreters der Fischereiberechtigten, Franz Zeiser, und Oliver Huber von der Wasserbauabteilung des Landes, wurden kleine Felsen und Schotter als Strukturelemente eingebaut.

„Sie sind wichtig für eine dynamische Entwicklung im Gewässer, weil sie als Strömungshindernisse fungieren und durch die von ihnen erzeugten unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten die Ausbildung von tiefem Kolk beziehungsweise seichten Furtbereichen begünstigen“, weiß Bunzenberger. Diese unterschiedlichen Wassertiefen stellen unterschiedliche Lebensraumfaktoren für die Gewässerlebewesen dar, die in ihrer Entwicklung auf unterschiedliche Wassertiefen und Fließgeschwindigkeiten angewiesen sind. Je strukturreicher ein Gewässer ist, umso mehr Tierarten finden hier einen Lebensraum.