St. Valentin als Vorreiter in Österreich. Das schrankenlose Zufahrtssystem in St. Valentin startet nun nach einer mehrmonatigen Testphase in den Vollbetrieb.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 28. April 2021 (05:55)
Wurde ein gültiger Fahrschein gescannt, signalisiert eine grüne Ampel die Ausfahrt.
ÖBB/Fritscher, ÖBB/Fritscher

Immer mehr Menschen durch einen bequemen und unkomplizierten Wechsel zum Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Verkehr zu bewegen, ist eines der wichtigsten Ziele der ÖBB. Aus diesem Grund werden die Park&Ride-Kapazitäten im Land laufend erweitert. So auch in St. Valentin, wo den Nutzern des öffentlichen Verkehrs jetzt rund 500 Auto-Stellplätze und 200 überdachte Zweirad-Stellplätze zur Verfügung stehen.

„Es gab keinen großen Aufschrei und keine große Kritik.“Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr

Um die widmungskonforme Nutzung der Anlagen sicherzustellen, haben die ÖBB-Infrastruktur AG und das Land Niederösterreich in einer Innovationspartnerschaft ein modernes und schrankenloses Zufahrtssystem entwickelt. Es soll damit gewährleistet werden, dass die verfügbaren Park&Ride-Plätze ausschließlich den Nutzern des öffentlichen Verkehrs zur Verfügung stehen.

Dieses neue Ein- und Ausfahrtsystem wurde seit Ende November in einem Testbetrieb in St. Valentin geprüft, um umfassend Erfahrungen mit der Anlage im Dauerbetrieb zu sammeln und das System künftig auch an anderen Standorten in ganz Österreich einsetzen zu können. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit einigen Jahreskarten funktioniert das System mittlerweile reibungslos. „Es gab keinen großen Aufschrei und keine große Kritik“, betont Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr.

Ab sofort startet der Vollbetrieb und St. Valentin wird damit Modell für weitere Anlagen im ganzen Land. „Weil wir auch zukünftig Pendlern die Park&Ride-Stellplätze kostenfrei zur Verfügung stellen wollen, haben Land und ÖBB nun dieses neue System erfolgreich getestet. Mit diesem werden die Rahmenbedingungen für die Bahnfahrer verbessert“, erklärt Niederösterreichs Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.