Aschbachs Kindergärten sind bald zu klein. In den nächsten beiden Jahren dürfte Bedarf an zwei zusätzlichen Gruppen sein. Auch Tagesbetreuung ist angedacht. Geld aus Gemeindemilliarde könnte dafür verwendet werden.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 26. Juni 2020 (04:17)
Orten zusätzlichen Bedarf bei der Kinderbetreuung (von links): Schulausschussobfrau Ulrike Kirchweger-Otter mit den beiden Aschbacher Kindergartenleiterinnen Uli Högn und Ulrike Kirchweger sowie Bürgermeister Martin Schlöglhofer.
Gemeinde Aschbach

399.000 Euro sind der Anteil der Kommune an der Gemeindemilliarde, die Bundesregierung und Gemeindebund im Zuge der Coronakrise ausverhandelt haben. Bürgermeister Martin Schlöglhofer weiß auch schon genau, wofür er das Geld verwenden will: „Wir werden in den nächsten zwei Jahren den Kindergarten erweitern müssen. Wir hatten viel Zuzug und daraus ergibt sich mittelfristig ein Bedarf für ein bis zwei Gruppen.“

Im Gespräch ist ein Neubau mit drei Gruppenräumen, zwei für den Kindergarten und einem für eine Tagesbetreuung von Kleinkindern. „Das müssen wir mit dem Land aber noch entsprechend abstimmen. Auf jeden Fall wollen wir mit dem Neubau den Bedarf auf längere Zeit abdecken“, sagt Schlöglhofer.

Derzeit gibt es in der Gemeinde acht Kindergartengruppen – sechs im Kindergarten I (Rathausplatz) und je eine Gruppe in der Vogelweidestraße (bei der Volksschule) und eine im Ortsteil Krenstetten.

Einen Standort für das neue Gebäude gibt es noch nicht und natürlich auch keine Pläne. „Aber wenn wir die Subventionen dafür beanspruchen wollen, dann werden wir es auch schaffen, ein Projekt zeitgerecht auf die Beine zu stellen“, sagt Schlöglhofer.

Natürlich könnte die Gemeinde das Geld auch in ein Kanalbauprojekt investieren. Das will der Ortschef aber nicht. „Mir geht es darum, mit dem Geld aus der Gemeindemilliarde etwas zu schaffen, das für die Bevölkerung auch sichtbar ist.“