Hauplatz-Umgestaltung in St. Valentin: Von klassisch bis modern

Bei einer Informationsveranstaltung wurden Ideen für die Umgestaltung des Hauptplatzes diskutiert.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 03:42
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Die Pläne von Landschaftsplanerin Sabine Dessovic (Mitte) stießen bei der Informationsveranstaltung am Samstag bei den Mitgliedern des Gemeinderates und den anwesenden Bürgern auf großes Interesse.
Foto: Vogl

In den Sommermonaten wurde am Hauptplatz gegraben und gebohrt, um in vier Metern Tiefe Kanal und Wasserleitungen zu erneuern. Da noch Senkungen zu erwarten sind, wurde nur eine provisorische Versiegelung gemacht. Man packt aus diesem Grund nun die Gelegenheit beim Schopf, auch gleich eine Neugestaltung des Hauptplatzes in Angriff zu nehmen.

Anlass für diesbezügliche Überlegungen ist die dringende Notwendigkeit einer Bushütte für die Volksschüler, die aufgrund des Denkmalschutzes nicht direkt vor dem Schulgebäude möglich ist. „Der überdachte Wartebereich ist der Punkt, der zuerst umgesetzt werden muss. Alles andere kommt danach“, erklärte Rafael Mugrauer, Stadtrat für Stadtplanung und Stadtentwicklung, bei einer Informationsveranstaltung am Samstagvormittag, bei der auch Landschaftsplanerin Sabine Dessovic ihre Vorstellungen für die Umgestaltung zur Diskussion stellte.

„Ich bin jemand, der sich mit einem Nein schwertut. Ich probiere es zwei- bis dreimal, aber da sind wir bei den Terminen mit dem Bundesdenkmalamt nicht weitergekommen“, stellte Andrea Prohaska, Stadträting für Bildung und Schulen, klar, dass eine Haltestelle vor der Schule nicht in Frage kommt. Deshalb musste eine Alternative im näheren Umfeld als Standort her. „Wir sind dann schnell zum Vorplatz vor dem Stadtamt gekommen. Der hat Potenzial und wir schauen uns den ganzen Hauptplatz an“, informierte Rafael Mugrauer.

Vier Bereiche rücken in den Fokus

Da man die Entscheidung über eine Neugestaltung nicht „im stillen Kämmerlein“ treffen wollte, wie Mugrauer betonte, gab es bereits einen Termin mit den Anrainern und nun einen mit interessierten Bürgern. „Wir denken in alle Richtungen, es gibt noch kein fertiges Konzept. Basierend auf den Rückmeldungen gehen wir in die Planung“, ergänzte Mugrauer.

Wichtiger Input kam dabei von Landschaftsplanerin Sabine Dessovic, die vier Bereiche herausgearbeitet hat: den Schulvorplatz, den Hauptplatz, den Vorplatz vor dem Stadtamt und den Bereich hinter der Pfarrkirche. „Es wäre schön, wenn der ganze Bereich ein Design und eine Oberfläche hätte“, erklärte Dessovic. So soll der Hauptplatz mit dem derzeit erhöhten Rondeau künftig ein einheitliches Niveau bekommen. Im Bereich des Stadtamt-Vorplatzes soll eine überdachte und windgeschützte Bushütte mit Sitzgelegenheiten, Bücherschrank und W-Lan entstehen. Wie diese konkret aussehen könnte, dafür präsentierte Dessovic Beispiele von klassisch bis hin zur freien Formgebung. Hinter der Kirche ist eine Begegnungszone angedacht. Die bestehenden Bäume sollen erhalten bleiben, auch eine Wasserzone soll es wieder geben.