1,5 Millionen Euro-Investition in St. Peter/Au. Neben der Erweiterung des Betriebsgebiets West und Aufschließung neuer Gründe in St. Michael ist Neubau des Kanals Dr.-Karl-Wittwar-Straße/Teichstraße am Plan.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 21. Oktober 2020 (03:15)
Ortsvorsteherin Lisa Kaindl und Bürgermeister Johannes Heuras freuen sich über den Projektstart des nächsten Schrittes im umfassenden Kanal-Sanierungskonzept der Marktgemeinde St. Peter/Au. Mit einer Million Euro Kostenvolumen schlägt dabei die Kanal-Sanierung im Bereich Dr.-Karl-Wittwar-Straße/Teichstraße (im Hintergrund) zu Buche.
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Die letzte Gemeinderatssitzung war vor allem dem Thema Infrastruktur gewidmet. Denn gleich drei Vorhaben stehen in den kommenden Monaten auf der Gemeinde-Agenda. „Wir tätigen den nächsten Schritt in unserem umfassenden Sanierungskonzept. Die Projekte waren über die Sommermonate öffentlich ausgeschrieben, wobei wir nicht nach dem Billigstbieter, sondern nach dem Bestbieterprinzip vorgegangen sind“, erklärt Bürgermeister Johannes Heuras.

Bei der Ausschreibung seien einige Kriterien festgelegt worden – wie die Einhaltung gewisser Qualitätsstandards, eine Garantieverlängerung oder eine kürzere Abfahrtsebene bei der Entsorgung. „Insgesamt haben neun Firmen ihre Offerte gelegt, wobei die Firma Strabag aus St. Peter als Bestbieter hervorging und per einstimmigem Beschluss des Gemeinderates den Zuschlag für das Auftragsvolumen von 1,5 Millionen Euro erhalten hat“, informiert der Ortschef.

Gestartet wird im Betriebsgebiet West, wo ja die Firma Wasinger Glas & Metall Design GmbH ein neues Firmenareal errichten wird. Anschließend werden die Bauarbeiten in die KG St. Michael verlegt, wo auf den sogenannten „Reitergründen“ neue Parzellen als Verlängerung des Aichweges aufgeschlossen werden. „In allen Projekten werden neben der Verlängerung des Kanal- und Ortswassernetzes auch Lichtwellenleiter mitverlegt, bei den Baugründen wird zusätzlich eine neue Straßenbeleuchtung installiert“, sagt Heuras.

Größtes Kanalrohr wird 1,20 Meter groß sein

Der dritte und zugleich größte Punkt des Infrastruktur-Projektes wird im Frühjahr 2021 in Angriff genommen. Auf einer Länge von 750 Metern wird der Kanal im Bereich Dr.-Karl-Wittwar-Straße/Teichstraße einer umfassenden Sanierung unterzogen. „Er ist in dem Bereich rund 40 Jahre alt. Wir werden ihn um einiges vergrößern, so wird das größte Kanalrohr, das wir einbauen werden, einen Durchmesser von 1,20 Metern aufweisen – also doppelt so groß wie im derzeitigen Bestand“, erklärt der Bürgermeister. Im Zuge der Sanierung werden alle Hausanschlüsse erneuert, weiters wird die komplette Wasserleitung auf dieser Länge ausgetauscht, und auch LWL-Leerverrohrungen werden bis zu jedem Haus gelegt.

Abschließend wird die Siedlungsstraße noch neu asphaltiert. „Dieses Kanalprojekt, das alleine eine Million Euro kosten wird, ist eine Schlüsselstelle im Markt. Auch die Burgholzstraße wird künftig über diesen Bereich entwässert und nicht über den Marktplatz. Somit ist dieses Projekt auch die Voraussetzung für den geplanten Neubau des Feuerwehrhauses“, betont Bürgermeister Heuras die Wichtigkeit des Groß-Vorhabens. „Damit sind wir auf Jahrzehnte gut aufgestellt.“