Reges Treiben im Tierpark. Tierbabys / Große Freude herrscht im Tierpark Haag über die Tiergeburten. Zwei Kängurubabys und ein Trampeltier erblickten vor Kurzem das Licht der Welt. Außerdem wird eifrig umgebaut.

Von Daniela Führer. Erstellt am 18. März 2014 (23:59)
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Der junge Trampeltierhengst und seine Mutter Agatha werden vom zoologischen Leiter Karl Auinger (links) und dem Tierpflegerchef, Stefan Hammelmüller, fürsorglichst betreut.
Von Daniela Schlemmer

STADT HAAG / Der Frühling hält Einzug, und wie die Blumen langsam aus der Erde sprießen, so erhascht auch der tierische Nachwuchs im Haager Tierpark die ersten warmen Sonnenstrahlen im neuen Jahr.

Die Freude über die Geburt eines Trampeltierjungen am Freitag, 28. Februar, war bei den Tierpflegern in zweierlei Hinsicht riesig. Einerseits war natürlich die Kamelgeburt eine erfreuliche Sensation, andererseits feierte der Tierpflegerchef, Stefan Hammelmüller, an diesem Tag seinen 50. Geburtstag. Und diesem Zufall sei Dank erhielt das Jungtier spontan den Spitznamen „Stoffl“ im Kreise der Tierpfleger.

Weiterer Nachwuchs wird erwartet

Bei den Bennettkängurus steckten vor Kurzem zwei Babys ihre Köpfchen aus dem Beutel ihrer Mütter. Die australischen Tiere haben übrigens eine Tragzeit von etwa 30 Tagen. Bei der Geburt ist das Junge dann ein bis drei Zentimeter groß und sehr unreif. „Es kriecht dann in den Beutel der Mutter, wo es sich an einer der vier Zitzen festsaugt. Es verlässt den Beutel für mindestens fünf Monate nicht“, erklärt der zoologische Leiter und Tierarzt Karl Auinger dieses Wunder der Natur. „Ab dann hüpft es hin und wieder heraus, bis es mit etwa acht Monaten keinen Platz mehr darin hat. Aber auch dann trinkt es immer noch bei der Mutter, indem es den Kopf in den Beutel steckt. Meist ist dann bereits das nächste Junge geboren und hängt an einer anderen Zitze fest, die speziell für das Kleine die Milch mit dem passenden Fettgehalt produziert.“ Es ist faszinierend, dass die Milchdrüse der Kängurus für zwei verschiedene Wachstumsphasen der Kinder gleichzeitig die richtige Nahrung produziert.

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Unter den insgesamt fünf erwachsenen Kängurutieren im Haager Tierpark wird übrigens noch weiter Nachwuchs erwartet. Doch nicht nur dort. Generell wird es in nächster Zeit noch weitere Jungtiere geben. „Heuer spielt alles durch das gute Wetter ein wenig verrückt. Eigentlich haben die Geburten erst in den nächsten zwei bis drei Monaten Hochsaison“, erklärt Tierarzt Auinger.