„Wir haben bei freiwilligem sozialem Jahr viel gelernt“. Pia Sophie Schörghuber und Lukas Reitbauer zählen zu den Ersten, die dieses Angebot beim Roten Kreuz in Haag nutzten. Und sie ziehen eine positive Bilanz.

Von Reinhard Gölzner. Erstellt am 30. Juni 2019 (04:30)
Gölzner
Pia Sophie Schörghuber und Lukas Reitbauer absolvierten ein freiwilliges Sozialjahr beim Roten Kreuz in Haag. Sie sammelten dabei viele wichtige Erfahrungen und ziehen eine sehr positive Bilanz.

Immer mehr junge Menschen absolvieren ein freiwilliges Sozialjahr beim Roten Kreuz. Pia Sophie Schörghuber und Lukas Reitbauer gehörten zu den Ersten, die das beim Roten Kreuz Haag taten. Sie begannen im September 2018 und wurden nun fertig. In ihrem freiwilligen Sozialjahr entschieden sie sich für den Rettungsdienst an der Bezirksstelle Haag und machten dabei auch die Ausbildung zum Rettungssanitäter. Sie können eine positive Bilanz ziehen und erzählen im Interview über ihre Erfahrungen.

Wie seid ihr darauf gekommen, ein freiwilliges soziales Jahr zu machen?

Pia Sophie Schörghuber: Da für Lukas kein Platz als Zivildiener mehr frei war, haben wir uns entschieden, gemeinsam das freiwillige soziale Jahr zu machen. Wir haben uns dann beim Roten Kreuz Haag gemeldet und sind genommen worden.

Was waren eure Tätigkeiten?

Lukas Reitbauer: Wir haben die Ausbildung zum Rettungssanitäter mitgemacht und nach abgeschlossener Ausbildung waren wir hauptsächlich im Kranken- und Rettungstransportdienst tätig.

Was ist euch besonders in Erinnerung geblieben?

Schörghuber: Einmal hatten wir am Abend noch einen Heimtransport mit einem Kind, das gerade im Krankenhaus einen Gips am Fuß bekommen hatte. Während der Fahrt nach Hause erklärte ich dem Buben das Rettungsauto, er war sehr interessiert und hat auch viele Fragen gestellt. Als kleines Geschenk habe ich ihm dann ein Stofftier mitgegeben. Er hat sich riesig darüber gefreut. Das hat mich schon sehr glücklich gemacht, jemandem eine Freude zu machen, der sich gerade verletzt hatte.

Wie geht es für euch jetzt beruflich weiter?

Reitbauer: Nach dem freiwilligen sozialen Jahr werden wir studieren gehen. Während der vergangenen neun Monate haben wir viel erleben dürfen, gelernt und interessante Erfahrungen gemacht. Für unser weiteres Leben haben wir das Wissen, um im Notfall richtig reagieren zu können und jemandem zu helfen.