St. Pantaleon-Erla: Ostchef zieht sich aus der Politik zurück

Erstellt am 23. März 2022 | 06:02
Lesezeit: 3 Min
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Der zurückgetretene Bürgermeister Rudolf Divinzenz (Mitte) mit seinem designierten Nachfolger Roman Kosta (links) und Amtsleiter Johannes Lehenbauer.
Foto: Vogl
Bürgermeister legte sein Amt mit Freitag zurück. Roman Kosta soll ihm nachfolgen.
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Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern, dass Rudolf Divinzenz (ÖVP) nicht die gesamte Periode als Bürgermeister zur Verfügung stehen werde. In der Vorwoche zog er nun jedoch früher als erwartet einen Schlussstrich unter seine politische Karriere. „Ich werde demnächst 62 Jahre alt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel“, begründet er diesen Schritt. „Wir haben eine geordnete Übergabe und keine Chaospartie“, stellt er aber klar. Sein designierter Nachfolger ist der bisherige ÖVP-Parteiobmann und geschäftsführende Gemeinderat Roman Kosta (38).

Insgesamt 22 Jahre lang war Rudolf Divinzenz für die Gemeinde St. Pantaleon-Erla tätig. Im Jahr 2000 kam er in den Gemeinderat, von 2005 bis 2015 fungierte er als geschäftsführender Gemeinderat. 2015 stieg er dann zum Bürgermeister auf. Möglich geworden war dies nur durch eine Koalition mit der FPÖ, denn stimmen- und mandatsstärkste Partei war zu diesem Zeitpunkt noch die SPÖ. Das änderte sich erst bei der Wahl im Jahr 2020, bei der die ÖVP dann die absolute Mehrheit eroberte.

Absolute Mehrheit trotz zusätzlicher Fraktion

Daher blickt Divinzenz auf eine nicht immer leichte Zeit als Bürgermeister zurück. „Ich bin sehr stolz darauf, dass ich die Ehre hatte, Bürgermeister zu sein. Dass wir 2020 trotz einer zusätzlichen Fraktion die Absolute geschafft haben, war sicher mein größter Erfolg und eine persönliche Bestätigung für mich und meine Fraktion“, betont Divinzenz.

Josef Alkin bleibt weiterhin Vizebürgermeister

In seiner Amtszeit wurden auch einige Großprojekte, wie etwa das neue Vereinsgebäude am Sportplatz, umgesetzt. Ein Leuchtturmprojekt war der Hochwasserschutz. „Das war mit zwölf Millionen Euro das größte Projekt, das die Gemeinde je gemacht hat. Ich bin stolz, dass wir das gemeinsam geschafft haben“, gilt sein Dank auch den anderen Fraktionen. „Das Verbindende war mir immer wichtig. Man ist ja ein Bürgermeister für alle.“

Bis zur Wahl eines neuen Bürgermeisters, die Ende des Monats erfolgen wird, übernimmt Vizebürgermeister Josef Alkin die Amtsgeschäfte. „Aufgrund seiner Arbeit, die er für die Gemeinde geleistet hat, war Josef der Erste, den wir gefragt haben, ob er Bürgermeister werden möchte. Er hat gesagt, dass er Vize bleiben möchte“, erklärt ÖVP-Parteiobmann Roman Kosta, der sich nun selbst der Wahl stellt.

„Ich werde auch das Gespräch mit der SPÖ suchen und es wäre schön, wenn es Unterstützung gibt. Vielleicht gibt es ja wo Gemeinsamkeiten“, würde sich Roman Kosta eine möglichst hohe Zustimmung auch bei der Opposition wünschen. Der gebürtige Südtiroler (38) ist seit 2002 in Österreich, studierte in Wien, hat seit 2009 seinen Wohnsitz in St. Pantaleon-Erla und seit dem Vorjahr die österreichische Staatsbürgerschaft.

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