Flammeninferno nach Babyglück: Haus brannte ab!. Familie musste zusehen, wie Wohnhaus innerhalb kürzester Zeit in Flammen aufging.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 08. Mai 2018 (05:54)
FF Seitenstetten-Markt
Die Florianis kämpften am 30. April gegen die Flammen an.

Eigentlich hatte der 30. April als Freudentag für die Familie R. begonnen. In den Nachmittagsstunden erblickte das jüngste Familienmitglied das Licht der Welt. Als der frischgebackene Vater sich auf die Heimreise machte, erhielt er jedoch eine unfassbare Hiobsbotschaft: Der Hof stand in Flammen.

Sabine Hummer
„Es ist alles sehr professionell abgelaufen“, sagt Einsatzleiter Markus Kammerhofer.

Um 16.46 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Dachstuhlbrand im Ortsteil Hochstrass gerufen. „Schon bei der Anfahrt haben wir gesehen, dass die alarmierten Kräfte nicht ausreichen würden. Die Rauchsäule war bereits riesig. Ich habe auf B4, die höchste Alarmstufe, erhöht und ein Hubrettungsgerät sowie ein Großtanklöschfahrzeug aus Amstetten angefordert“, erzählt Einsatzleiter Markus Kammerhofer, Kommandantstellvertreter der FF Seitenstetten-Markt.

„Bei unserer Ankunft stand der Wirtschaftstrakt komplett in Flammen, leider hat auch die Hofinnenseite schon gebrannt und das Feuer bereits auf den Wohntrakt übergegriffen. Da niemand mehr im Haus war, haben wir sofort einen Außenangriff gestartet und versucht, die Feuermauern zu schützen, was uns auch gelungen ist.“

Nachbar alarmierte die Einsatzkräfte

„Es ist immens schnell gegangen“, sagt Vizebürgermeister Franz Tramberger. Als Nachbar hat er in unmittelbarer Nähe, mit Blick auf den Hof, geackert. „Ich hab nichts bemerkt, meine Frau hat mich darauf aufmerksam gemacht.“

Zeitgleich war sein Sohn, Helmut Tramberger, gerade mit dem Aufstellen des Storches an der nachbarlichen Hofzufahrt beschäftigt, als er den Rauch aufsteigen sah. Er setzte einen Notruf ab und verständigte die Bewohner, die sich auf der Terrasse aufhielten und ebenfalls nichts von den Flammen im hinteren Gebäudeteil bemerkt hatten.

„Bis die Feuerwehr kam, konnten sie noch ein paar Dinge aus ihren Wohnungen holen. Dass es auch ins Wohnhaus brennt, damit hat aber keiner gerechnet“, erzählt Franz Tramberger, der in den darauffolgenden Stunden durch sein Wissen über das Gebäude den Feuerwehren hilfreich zur Seite stand.


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