Ärztezentrum und Tagesbetreuung: Projekt ist auf Schiene

Erstellt am 08. Juni 2022 | 05:15
Lesezeit: 3 Min
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Vor dem ehemaligen Schwesternhaus: Planer Erich Hackl, Abt Petrus, Gemeinderat Gottfried Pfaffenbichler, die Leiterin der Caritas-Sozialstation Urltal, Anita Lampersberger, Caritas-Regionalleiter Markus Lurger, Bürgermeister Johann Spreitzer, Ärztin Sonja Griessenberger, Arzt Ernst Derfler und Vizebürgermeister Leopold Krondorfer.
Foto: Knapp
Im einstigen Heim der Franziskanerinnen richtet die Caritas eine Tagesbetreuung für Senioren ein und Ärztezentrum entsteht.
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Das Projekt Ärztezentrum und Tagesbetreuung im ehemaligen Schwesternhaus der Franziskanerinnen Missionarinnen nimmt konkrete Formen an. In der Vorwoche gab es eine Besprechung zwischen Gemeindevertretern, Planern und der Caritas. „Wir wollen im Erdgeschoß eine Tagesbetreuung für maximal 15 Personen einrichten. Es ist ein neues Segment, das wir uns damit erschließen wollen, zusätzlich zur klassischen mobilen Pflege. Außerdem denken wir auch daran, die Sozialstation Urltal im Haus zu integrieren“, sagt Caritas-Regionalleiter Markus Lurger.

Im Obergeschoß wird sich die praktische Ärztin Sonja Griessenberger einmieten. Dort entstehen fünf Ordinationsräume, denn die Medizinerin hofft, einen bis zwei Kollegen für dieses medizinische Zentrum gewinnen zu können, das sich somit zum Primärversorgungszentrum mausern könnte.

Im Obergeschoß werden schließlich Therapieräume für Physiotherapie, Ergotherapie und anderes mehr entstehen.

Ein Teil des Untergeschoßes des bestehenden Hauses wird entfernt und dadurch eine Einfahrt in den hinteren Bereich des Grundstücks ermöglicht. Dort soll ein Parkplatz mit etwa 25 Abstellflächen entstehen. „Ein luftiges Stiegenhaus und auch ein Lift werden die Geschoße miteinander verbinden“, sagt Planer Erich Hackl. Über die Wintermonate wird die Detailplanung erfolgen und im Sommer 2023 Baubeginn sein. Im Herbst 2024 sollen die Caritas und auch die Ärztin ins neue Haus einziehen können.

Bürgermeister Johann Spreitzer ist froh, dass das Projekt zustande kommt. „Denn es ist eine Bereicherung für unsere Gemeinde und sichert langfristig auch die medizinische Versorgung der Bevölkerung.“ Der Ortschef denkt auch noch ein Stück voraus. „Im Gebäude bleibt noch ausreichend Platz, um künftig dort vielleicht auch betreutes Wohnen anbieten zu können“, sagt Spreitzer.

Froh über das Projekt ist auch Abt Petrus vom Stift Seitenstetten. „Wir freuen uns natürlich, dass das Haus in unserer unmittelbaren Nachbarschaft einer sinnvollen Nutzung zugeführt wird.“

Die Kosten für den Umbau des Gebäudes werden von Planer Erich Hackl auf drei Millionen Euro geschätzt. Das hängt aber von der Preisentwicklung am Bausektor ab. Das Haus bleibt Besitz der Gemeinde.

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