Buch: „(Über)Lebenswichtige Fragen für Kinder“

Das Buch „Was machen wir heute? Wie leben wir morgen?“ der Seitenstettner Familie Kerschner für Kinder im Pflichtschulalter kombiniert Lesevergnügen mit umwelt- und klimagerechtem Verhalten.

Erstellt am 06. August 2021 | 04:42
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Hinter dem neuen Buch steht eine ganze Familie: Ferdinand und Irmgard Kerschner, Maya und Christoph Kerschner sowie Mathilde Urban (von links).
Foto: Penz

Der „Altseitenstettner“ Ferdinand Kerschner ist Jurist und war Professor für Bürgerliches Recht und Umweltrecht an der Johannes-Kepler-Universität Linz, Vorstand der Institute für Umwelt- und Zivilrecht sowie zudem Herausgeber und Autor vieler Publikationen, vor allem auch den Klimaschutz betreffend.

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Großartig sind auch die Illustrationen von Jana Schibany.
Penz

Trotz Pensionierung ist der mehrfach Ausgezeichnete nach wie vor am Institut für Umweltrecht tätig.

Sein Engagement kannte keine Grenzen, nicht nur, wenn es um rechtliche Belange im Zusammenhang mit dem Atomkraftwerk Temelin ging, er setzt sich auch heute noch immer vehement und mit viel Herzblut für eine lebenswerte Welt nachfolgender Generationen ein und hat nun unter aktiver Beteiligung seiner Familie sowie in enger Zusammenarbeit mit dem Institut für Umweltrecht und anderen Angehörigen der Johannes-Kepler-Universität (JKU) ein Buch mitverfasst, das sich der 17 politischen Zielsetzungen der Vereinten Nationen („Global Goals“) annimmt, die bis 2030 eine zukunftsfähige Entwicklung auf ökologischer, sozialer sowie ökonomischer Ebene sicherstellen sollen.

Vorlese- & Sachbuch: Nutzen je nach Altersstufe

„Was machen wir heute? Wie leben wir morgen?“ lautet der Titel des soeben im Verlag Österreich erschienenen Buches für 6- bis 14-Jährige, das von der nunmehrigen, höchst engagierten und erfolgreichen Vorständin des Instituts für Umweltrecht der JKU, Universitätsprofessorin Erika Wagner, initiiert und herausgegeben wurde.

„Für kleinere Kinder wird man diese Lektüre als Vorlesebuch einsetzen, von Älteren wird es als Sachbuch genutzt werden. Es birgt aber in jedem Fall viel Gesprächsstoff in sich und fordert zur Auseinandersetzung mit den Nachhaltigkeitszielen auf“, weiß Irmgard Kerschner zu berichten, die selbst mehrere kindgerechte Alltagsgeschichten verfasst und als ehemalige Kindergartenpädagogin auch Fachexpertise eingebracht hat.

Mit jedem Kapitel vorangestellten Texten werden die Kinder mit möglichen Situationen Gleichaltriger oder mitunter sogar groben Fehlentwicklungen konfrontiert, sodass die Heranwachsenden für das jeweilige Thema sensibilisiert werden. Großartige Illustrationen von Jana Schibany und Maya Kerschner unterstreichen die Kernaussagen, die im jeweils anschließenden Wissensteil in Beiträgen hochkarätiger Experten der JKU auch untermauert werden.

Ein darauf folgendes Quiz in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden leitet zu lehrreichen und praktischen Tipps sowie konkreten Vorschlägen für eine bessere Welt über, selbst Bastelanleitungen für Upcycling sind dabei. Layout und Satz stammen von Christoph Kerschner und dessen Agentur „kest“.

„Es war eine wahre Freude, sich im gemeinsamen Tun generationenübergreifend mit so wichtigen Themen wie Armut, Gesundheit, Konsum, Biodiversität oder Klima- und Umweltschutz auseinanderzusetzen, sodass ein Buchwerk daraus geworden ist, das sicher für Kinder im Pflichtschulalter von immenser Wichtigkeit sein kann, schließlich geht es um (über)lebenswichtige Fragen, um die Zukunft unserer Kinder“, umreißt Ferdinand Kerschner die Bedeutung dieses so gut gelungenen Gemeinschaftsprojektes.