Fischsterben, Wasserknappheit: Teich sorgt für Probleme. Nachdem hunderte Fische verendet waren, musste das Wasser im Fischteich in Seitenstetten abgelassen werden. Deswegen sind nun einige Häuser ohne Wasser.

Von Stephanie Turner und Hermann Knapp. Erstellt am 04. September 2018 (05:44)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7357955_ams36seit_fischteich3.jpg
DamitTeichpächter FranzWindhager auch die ganzkleinen,verendetenFische, die im Schlammsteckten,entfernenkonnte, musste das Wasser im Teichabgelassenwerden.
privat

Im Teich in der Bahnhofstraße waren Anfang August hunderte Fische verendet (die NÖN berichtete) , seitdem hat sich einiges getan. Die Kadaver wurden natürlich entsorgt und das Wasser aus dem Teich abgelassen. Aktuell werden Grabungsarbeiten durchgeführt, damit im Herbst wieder neue Fische eingesetzt werden können.

Ursache für Fischsterben wurde untersucht

„Fast zwei Wochen lang bin ich mit Freunden und Angelkollegen im Schlamm gewatet und habe so schnell wie möglich alle Fische, vor allem auch die ganz kleinen, eingesammelt, um eine Geruchsbelästigung für die Anrainer zu verhindern. Ich bin allen Beteiligten sehr dankbar für ihre Hilfe“, berichtet Pächter Franz Windhager.

Ursache für das Fischsterben dürfte laut dem Eigentümer, dem Stift Seitenstetten, die große Hitze gewesen sein. „Dazu beigetragen hat aber vermutlich auch der Umstand, dass zu viele Fische im Teich waren, dadurch wurde der Sauerstoff knapp“, sagt Stiftsverwalter Albert Bucar. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Zufluss aus den Quellen, die den Teich speisen, zwar ob der Trockenheit eingeschränkt, aber noch gegeben war. Das Stift will künftig darauf achten, dass der Fischbestand im Teich genau kontrolliert wird.

Der Pächter selbst sieht die Ursache für das Fischsterben vor allem in der Witterung. Durch die Hitzewelle und den Wind habe sich sauerstoffarmes mit sauerstoffreichem Wasser vermischt, was zu einem zu geringen Sauerstoffgehalt für die Fische geführt habe. Nichts habe aber darauf hingedeutet, dass plötzlich so viele Fische sterben könnten. „Innerhalb einer Nacht wurde quasi die Arbeit von fast 20 Jahren zunichtegemacht. Der Schaden ist enorm“, sagt Windhager.


Mehr dazu