Großeinsatz auf der Westspange: Imagekampagne. Rotes Kreuz stellte mehrere Einsatzszenarien für neue Werbefotos und Imagefilm nach.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 13. September 2018 (07:15)
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Für den öffentlichen Verkehr ist die Westspange zwar noch nicht freigegeben, dennoch tummelten sich am Freitagnachmittag zahlreiche Einsatzfahrzeuge von Rotem Kreuz, Freiwilliger Feuerwehr und Polizei auf der Umfahrungsstraße.

Gleich zwei Verkehrsunfälle mit fünf Verletzten, zwei Fahrradstürze und einen Mopedcrash galt es abzuarbeiten – zum Glück alles nur Show!

Denn das Rote Kreuz nutzte die verkehrsfreie Straße, um Fotos und Videos für eine neue Image-Kampagne sowie aktuelle Schulungs- und Pressefotos zu produzieren. Dafür wurden entlang der Strecke mehrere Einsatzszenarien nachgestellt.

Rotes Kreuz Amstetten Image-Kampagne Großeinsatz auf der Westspange
Die Zusammenarbeit funktionierte auch im Show-Modus perfekt. Insgesamt waren 18 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Seitenstetten-Markt und Dorf, 16 Rot-Kreuz-Mitarbeiter als Sanitäter, fünf Rot-Kreuzler als Figuranten und fünf als Ersthelfer sowie vier Fotografen vor Ort. Foto: Sabine Hummer
Sabine Hummer

„Die aktuellen Imagefilme und -fotos sind veraltet. Wir haben seit Juli 2017 ein neues, erstmalig österreichweites Design bei den Rot-Kreuz-Fahrzeugen“, berichtet Sebastian Bohlheim, Sachbearbeiter für Öffentlichkeitsarbeit beim Roten Kreuz Waidhofen/Ybbs, der gemeinsam mit dem neuen Marketingchef des Landesverbandes NÖ, Lukas Hürner, für die Organisation verantwortlich zeichnete.

„Die Idee dazu hatte ich, weil ich jeden Tag auf meinem Arbeitsweg an der Umfahrung vorbeifahre. Bürgermeister Johann Spreitzer hat alle Kontakte hergestellt und so gab es bald grünes Licht für diese Veranstaltung“, dankt Bohlheim für die hervorragende Kooperation. Zwei Monate wurde das Shooting geplant. Natürlich mussten einige Richtlinien eingehalten werden, da es sich bei der Westspange ja noch um eine Baustelle handelt.

„Ich war bei einigen Baubesprechungen dabei und wurde von Projektleiter Leopold Röcklinger und Bauleiter Stefan Schwingenschlögl genau instruiert“, erzählt Bohlheim. Am Freitag, kurz nach 15 Uhr, ging es schließlich los mit dem großen Shooting, das in diesem Ausmaß eine Premiere war. „Erstmals waren auch andere Einsatzorganisationen dabei, damit alles so authentisch wie möglich rüberkommt. Auch alle Figuranten und Ersthelfer wurden von Rot-Kreuz-Mitarbeitern gestellt“, berichtet Sebastian Bohlheim.

46 Einsatzkräfte als „Fotomodelle“

Insgesamt waren 26 Rot-Kreuzler, 18 Feuerwehrleute, zwei Polizeibeamte mit elf Einsatzfahrzeugen – sieben Rettungsautos im neuen Design wurden von sechs Dienststellen geschickt, darunter der Prototyp des neuen Notarztwagens – vor Ort und wurden von vier Fotografen ins rechte Licht gerückt.

Wann die neue Imagekampagne veröffentlicht wird, steht noch nicht fest. Zuvor muss jedes Foto genau gesichtet werden, damit es der Lehrmeinung des Roten Kreuzes entspricht.