Lisec GmbH schaut positiv in die Zukunft

Erstellt am 07. Dezember 2022 | 03:32
Lesezeit: 3 Min
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Gute Aussichten für die Lisec GmbH: CEO Gottfried Brunbauer (links) und CFO Oliver Pichler sind mit der Auftragsentwicklung für das Jahr 2023 sehr zufrieden. Der Markt für Glasverarbeitungsmaschinen dürfte auch in den nächsten Jahren stabil bleiben.
Foto: Lisec GmbH
Auftragsvolumen von über 300 Millionen Euro im Jahr 2022 ist neuer Rekord und auch die Aussichten für 2023 sind gut.
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Positiv schaut das Management der Lisec Austria GmbH in das kommende Jahr, denn die Auftragsbücher sind schon gut gefüllt. Die wirtschaftlichen Verwerfungen durch die Corona-Krise hat das Unternehmen längst überwunden und das Auftragsvolumen zeigt in den letzten beiden Jahren steil nach oben. „Schon 2021 haben wir 260 Millionen Euro erreicht und heuer werden es über 300 Millionen Euro sein. Das sind beinahe hundert Millionen mehr als vor der Corona-Krise“, berichtet CEO Gottfried Brunbauer.

Kontinuierliches Wachstum ist auch für 2023 die Devise des Unternehmens. Damit das möglich ist, braucht es natürlich auch ausreichend qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und die sind vorhanden, denn der Facharbeitermangel plagt die Firma Lisec nicht so sehr wie manch anderes Unternehmen in der Region. „Wir haben eigentlich alle Stellen, die wir in den letzten beiden Jahren ausgeschrieben haben, innerhalb weniger Wochen besetzen können“, berichtet Brunbauer. Das spreche auch für die Attraktivität und den guten Ruf des Unternehmens als Arbeitgeber.

Die gestiegenen Energiekosten treffen Lisec ebenfalls nicht in dem Ausmaß wie andere Betriebe. „Wir haben zum Glück keinen dramatisch hohen Energieverbrauch. Natürlich haben sich die Kosten auch bei uns verfünffacht, aber wir bringen sie aufgrund des vergleichsweise niedrigen Anteils an unseren Gesamtkosten in den Preisen unter“, sagt CFO Oliver Pichler.

Nichtsdestotrotz wird auch bei Lisec schon geplant, Photovoltaikanlagen auf den Hallendächern zu installieren, um weniger vom öffentlichen Netz abhängig zu sein. „Über das ganze Jahr gesehen könnten wir dann den Strom, den wir benötigen, selbst erzeugen“, berichtet Brunbauer. Womit auch der Seitenstettner Weltkonzern kämpft, sind die noch immer unsicheren Lieferketten – vor allem bei mechatronischen Bauteilen – deren Ursache nicht zuletzt die strikte Corona-Politik in China ist.

Firma Lisec punktet auch mit ihrem Service

Der Ukraine-Krieg trifft die Firma Lisec wirtschaftlich kaum. Stärkster Absatzmarkt des Mostviertler Unternehmens ist Nordwesteuropa (Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich, bis hinauf nach Skandinavien) gefolgt von Osteuropa (Polen, Rumänen etc.), vom pazifischen Raum (China bis Neuseeland), Südeuropa und Lateinamerika sowie Nordamerika (USA, Kanada).

Der Markt für die Glasverarbeitungsmaschinen dürfte auch in den nächsten Jahren stabil bleiben. Die Forderung nach mehr Nachhaltigkeit befeuert in vielen Ländern die thermische Sanierung von Gebäuden mit Mehrfachverglasung, und für deren Herstellung braucht es natürlich entsprechende Maschinen. Die Firma Lisec punktet am Weltmarkt vor allem auch mit ihrem Service, das durch 25 Niederlassungen in aller Welt und die intensive Nutzung der Digitaltechnologien praktisch rund um die Uhr garantiert ist.

Der Standort im Mostviertel ist als Headquarter unumstritten. Derzeit ist eine Erweiterung des Engeneering-Centers mit Kosten von sieben Millionen Euro in Bau, das bis Mitte 2023 fertiggestellt werden soll. „Darüber hinaus werden wir in den nächsten Jahren weitere Investitionen in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags tätigen. Da geht es um die notwendige Sanierung vorhandener Gebäude und Hallen, aber auch um eine Erneuerung und Erweiterung unserer Produktionsanlagen“, sagt Brunbauer.

Bewusst ist sich das Management, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das wichtigste Kapital des Unternehmens sind. Darum wird auch versucht, sie bestmöglich einzubinden. „Ihre Ideen sind sowohl bei der Produktentwicklung als auch bei der Optimierung von Arbeitsabläufen erwünscht und gefragt“, betont Pichler.

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