Schwesternhaus-Ankauf ist fix. Gemeinderat gab grünes Licht für den Deal. Haus wechselt um 490.000 Euro den Besitzer.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 28. Mai 2020 (04:43)
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Das Haus der Schwestern der Franziskanerinnen Missionarinnen geht im Juni in den Besitz der Gemeinde über. Künftig könnte es für betreutes Wohnen oder auch als Ärztezentrum genutzt werden.
Christa Aichinger

Der Gemeinderat hat in der Sitzung am Mittwoch einstimmig grünes Licht für den Kauf des Schwesternhauses der Franziskanerinnen gegeben.

Ende August des Vorjahres haben die Schwestern der Franziskanerinnen Missionarinnen (wie berichtet) aus Altersgründen ihre Niederlassung in Seitenstetten aufgegeben und sind nach Wien gezogen. Seitdem führte die Gemeinde mit dem Orden Gespräche über einen möglichen Ankauf des Gebäudes. „Den Schwestern ist es wichtig, dass das Haus auch weiterhin einem sozialen Zweck dient. Das konnten wir garantieren, weil wir es ja für betreutes Wohnen oder auch als Ärztezentrum nutzen wollen“, berichtet Bürgermeister Johann Spreitzer.

490.000 Euro zahlt die Gemeinde für das Gebäude. Auf diese Summe hat man sich nach Erstellung einiger Gutachten geeinigt. Nach dem Gemeinderatsbeschluss gilt es noch einige Formalitäten zu erledigen. Ende Juni wird das Haus dann in den Besitz der Gemeinde übergehen.

Für die Finanzierung des Kaufs musste natürlich ein Nachtragsvoranschlag erstellt werden. „Um die Summe aufzubringen, werden wir auch einige Projekte zurückstellen – die Sanierung der Tennisplätze, aber auch Straßenbauvorhaben“, berichtet der Bürgermeister.

Der Seitenstettner Gemeinderat tagte unter Vorsitz von Bürgermeister Johann Spreitzer im Gasthaus Ott – natürlich unter Einhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsabstände.
Christa Aichinger

Der Erlös aus dem Verkauf von zwei Baugründen wird ebenfalls für den Ankauf des Schwesternhauses verwendet. Die Gemeinde wird im nächsten Schritt die Vermessung und Digitalisierung des Gebäudes in Auftrag geben – auch im Hinblick auf notwendige Umbauarbeiten. „Wir wollen noch heuer, spätestens aber bis Frühjahr 2021 entscheiden, wie wir das Haus künftig nutzen werden“, sagt Spreitzer. Das Grundstück ist etwa 2.000 Quadratmeter groß, im Haus stehen rund 700 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung.

Beschlossen hat der Gemeinderat auch den Ankauf einer neuen EDV-Anlage für das Gemeindeamt. Die verwendeten Geräte sind in die Jahre gekommen und gerade die Coronakrise hat gezeigt, wie wichtig eine moderne Computeranlage ist.