Senioren laden zu Treffen ein. Regelmäßige Treffen bieten älteren Menschen Gelegenheit zum Austausch.

Von Josef Penzendorfer. Erstellt am 22. November 2020 (07:25)
Das Vierer-Planungsteam der pfarrlichen Gruppe „Da sein, Zeit haben“ vermisst derzeit coronabedingt seine Gäste: Lidwina Voitl, Edith Habsburg-Lothringen, Elisabeth Voglmayr und Josef Kern (von links).
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 Es gibt Lebensphasen, in denen man aufgrund altersbedingter körperlicher Beeinträchtigungen den Anschluss an das gesellschaftliche Leben in bestimmten Gemeinschaften nicht mehr ganz problemfrei schafft, mitunter sogar meidet, weil vor allem auch die Mobilität eingeschränkt ist. Gerade dieser Menschen nimmt sich ein Viererteam rund um Josef Kern, von dem diese Initiative auch ausgeht, an und lädt Seitenstettner der Altersgruppe 80+ seit nunmehr fast einem Jahrzehnt jeweils am ersten Montag des Monats (zehnmal jährlich) in das Pfarrhaus St. Veit ein, um von 14 bis 16 Uhr ein abwechslungsreiches Programm zu gestalten. „Meist sind es zehn bis 14 Personen, denen wir zwei nette Stunden bieten können, wobei in dieser gemütlichen Runde besonders auf achtsame Gesprächskultur und aufmerksames Zuhören Wert gelegt wird“, betont die pensionierte Ärztin Elisabeth Voglmayr.

Zweimal jährlich trifft man sich im Team zur groben Programmplanung, wobei die Arbeit in weiterer Folge aufgeteilt und präzisiert wird. Immer wieder fließen auch kurzfristig Vorschläge der Teilnehmer selbst ein, mitunter verläuft der Nachmittag dann auch ganz anders als geplant.

Gemeinschaftspflege mit Programm

„Älterwerden und Altsein heißt nicht nur loslassen oder aufhören können und sich zurückziehen, sondern auch, sich mit Interesse und Lebenskompetenz einbringen und sogar noch mitgestalten“, ist die Diözesanvorsitzende der Seniorenpastoral, Edith Habsburg-Lothringen, überzeugt und ergänzt: „Wir zeigen natürlich auch Interesse an den unterschiedlichen Lebensgeschichten und persönlichen Erfahrungen, wir freuen uns über alles Erzählte und Gezeigte!“ Und die meisten dieser Menschen bringen sich gerne ein, indem sie viel (aus früheren Zeiten) erzählen, mit Freude singen, Bilder zeigen, sich Gäste einladen, Kirchen der nahen Umgebung und Ausstellungen im Bildungszentrum St. Benedikt besuchen oder auch am Generationennachmittag der örtlichen Mittelschule teilnehmen.

Neben der Berücksichtigung von aktuellen Anlässen der Jahreszeit oder des Kirchenjahres gehören aber zudem spielerische Gedächtnis- und Körperübungen sowie Rätsellösen zum Programm, wofür Lidwina Voitl zuständig ist. Eine kleine Kaffeejause ist fixer Bestandteil des Nachmittags, ehe diese vergnüglichen Nachmittage der persönlichen Begegnung – ganz dem Motto „Da sein, Zeit haben“ entsprechend – ihr Ende finden.

Derzeit können sie coronabedingt natürlich nicht stattfinden.