Start-up-Wettbewerb: Viscopic hat gewonnen. Münchner Unternehmen machte bei der Lisec Open View Challenge das Rennen. Es bietet völlig neue Möglichkeiten zur Schulung von Mitarbeitern.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 18. September 2018 (04:40)
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Bei der Firmenbesichtigung (von links), CEO Gottfried Brunbauer, Finanzchef Oliver Pichler, Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer, Landesrätin Petra Bohuslav und Seitenstettens Vizebürgermeister Franz Tramberger.
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Bei einem Betriebsbesuch von Landesrätin Petra Bohuslav präsentierten die VP-Politikerin und der neue CEO Gottfried Brunbauer den Sieger der „Open View Challenge“, die das Unternehmen im Frühjahr ausgerufen hatte. „Ziel dieses Wettbewerbs für Start-Ups war es, das Potenzial von kreativen jungen Köpfen zu nutzen“, sagt Projektleiter, Lisec-Finanzchef Oliver Pichler. Gemeinsam mit den Partner tech2b und Accent, die in der Start-Up-Szene gut vernetzt sind, hat man die Werbetrommel für die Challenge gerührt – und es hat sich ausgezahlt. Es gab 25 Einreichungen mit großem innovativen Potenzial. In die engere Auswahl kamen schließlich sechs Start-Ups, die am sogenannten „pitch day“ ihre Projekte präsentieren durften.

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Landesrätin Petra Bohuslav ließ es sich nicht entgehen, die Datenbrille selbst zu testen.
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Das Rennen hat die Viscopic GmbH aus München gemacht. „Für Viscopic haben wir uns entschieden, weil wir für unsere über die ganze Welt verteilten Kunden viele Möglichkeiten und wirkliche Benefits sehen, Trainings- und Schulungsangebote in einer völlig neuen Form zu bieten“, sagt Pichler. Viscopic ist auf die Entwicklung von 3D und Augmented Reality Inhalten von Maschinen, Anlagen oder Komponenten für Schulungs-, Dokumentations- und Marketingzwecke spezialisiert. Mithilfe einer Datenbrille können zum Beispiel Mitarbeiter nötige Wartungstätigkeiten an Maschinen einfach erlernen. Sie bekommen die Handgriffe virtuell an einem maßstabsgetreuen 3D-Modell vorgezeigt und da sie beide Hände frei haben, können sie sie auch gleich nachvollziehen.

Wie genau sich die Zusammenarbeit zwischen Lisec und Viscopic gestalten wird, ist noch nicht ganz klar, sicher wird das Müncher Unternehmen aber auf der Glasstec in Düsseldorf mit dabei sein. Von einer Kapitalbeteiligung durch Lisec bis hin zum Ankauf von Einzellösungen ist alles denkbar. Lisec überlegt aber auch, mit anderen Finalisten der Challenge Folgeprojekte zu starten. „Es waren nämlich noch andere sehr interessante Ideen dabei“, betont Pichler. Ins Finale schafften es übrigens auch zwei Start-Ups aus Niederösterreich: Linemetrics und Insider Navigation.