Neuer Podcast von gebürtigem Weistracher Andreas Sator

Erstellt am 15. Mai 2022 | 14:29
Lesezeit: 4 Min
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Andreas Sator möchte mit seinem neuen Podcast den Menschen die Themen Klimakrise und Artensterben verständlich näherbringen.
Foto: Grafik: Florian Halbmayr/ Marietta Dang
Der gebürtige Weistracher Andreas Sator beschäftigt sich seit Jahren mit globalen Ungerechtigkeiten. Nun hat er einen neuen Podcast zu den Themen Klimakrise und Artensterben ins Leben gerufen.
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Auf https://sonne undstahl.at sagt Andreas Sator was Sache ist und lässt für Pessimismus keine Zeit. „Handeln ist angesagt und logischerweise umfassende Infos. Ich rede daher mit Vorreitern, Wissenschaftlern und Praktikern darüber, wie wir Umwelt und Wirtschaft endlich auf einen Nenner bringen können“, erklärt der umtriebige Mostviertler, der nun in Wien seinen Lebensmittelpunkt hat.

Der 31-jährige Journalist, der bereits als Hilfsarbeiter, PR-Texter, Rettungssanitäter und Briefträger jobbte, bevor er Ökonomie und Internationale Entwicklung studierte, veröffentlichte bereits 2019 ein Buch zum Thema und betrieb den Podcast „Erklär mir die Welt“. „In den letzten drei Jahren habe ich viele spannende Menschen kennengelernt und daher auch damit begonnen, mich immer tiefer in die Themen Klimawandel und biologische Vielfalt einzuarbeiten. Darum habe ich jetzt auch meinen neuen Podcast zum Thema gestartet.“

Nachhaltigkeit ist Sator sehr wichtig und er weiß, dass es vielen so geht. „Ich merke aber immer wieder, dass die Menschen davon auch sehr überfordert sind. Manche stecken den Kopf in den Sand, andere machen sich viele Gedanken, was man jetzt noch essen oder machen darf.“ Sator möchte bei dieser großen Frage Orientierung bieten – wie er selbst sagt, eine nüchterne, sachliche Auseinandersetzung mit praktischen Lösungen. „Ich möchte mir Zeit nehmen, um gemeinsam mit den führenden Expertinnen und Experten, Menschen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und NGOs Lösungen für unsere großen Probleme zu suchen. Und ich möchte erreichen, dass die Menschen die großen ökologischen Probleme, die wir haben, besser verstehen und sich ermutigt fühlen Veränderungen herbeizuführen. Sie sollen merken, dass wir als Gesellschaft sehr viel in der Hand haben und das auch schon viel passiert, aber eben noch immer nicht genug.“

Recherchereise für die zweite Staffel

Die erste Staffel des Podcasts heißt „Das Auto“ und dreht sich darum, wie wir unsere Mobilität nachhaltiger gestalten können. Dazu spricht Andreas Sator mit Wissenschaftlern, Journalisten und Politikern sowie mit einem Historiker, der erzählt, wie das früher war, bevor das Auto zum ständigen Fortbewegungsmittel wurde. „Auf den Straßen konnte man damals noch gemütlich spazieren, teilweise spielten die Kinder auch dort. Doch dann hat sich das geändert und die Straßen, Dörfer und Städte wurden immer auto- aber leider nicht menschengerechter“, erklärt Sator.

In der zweiten Staffel wird es um Landwirtschaft und Ernährung gehen. „Da möchte ich Bauern treffen, die schon viel richtig machen und auch jene, die den Wandel skeptisch sehen.“ Momentan ist er gerade auf Recherchereise in Lustenau und fährt dann weiter nach Freiburg, Münster, Köln und Berlin. „Ich schau mir an, wie gut oder schlecht man in diesen Städten mit dem Rad unterwegs sein kann. Darum habe ich mein Rad auch mit dabei. Denn, um unsere Klimaziele zu erreichen, reicht es nicht aus, einfach auf E-Autos umzusteigen. Wir müssen Energie sparen und die mit dem Auto zurückgelegten Kilometer reduzieren. Gerade in der Stadt ist das Rad eine sehr gute Alternative, aber natürlich auch am Land.“ Sator macht sich aber nichts vor, die Welt könne man auch ohne Illusionen retten, ist er überzeugt. „Keiner schadet gerne der Umwelt, dem Klima oder Tieren. Fast jeder wünscht sich, dass diese Dinge besser laufen. Oft fehlt aber die Vorstellungskraft, wie das gehen soll. Da möchte ich Abhilfe schaffen.“

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