Lena aus Haag macht beim RK Erfahrungen fürs Leben. Das Haager Rote Kreuz sucht Interessierte für freiwilliges Sozialjahr.

Von Reinhard Gölzner. Erstellt am 05. Februar 2021 (04:34)
Lena Schörghuber absolviert seit September ihr freiwilliges Sozialjahr beim Roten Kreuz.
Gölzner

Neben den Zivildienern und den ehrenamtlichen Mitarbeitern sind Teilnehmer eines freiwilligen Sozialjahres eine wichtige Stütze im Rettungs- und Krankentransportdienst. Deshalb sucht das Rote Kreuz Haag laufend interessierte Jugendliche ab 18 Jahren, die die Gelegenheit nutzen möchten, im Rettungsdienst oder Gesundheits- und sozialen Dienst ein freiwilliges Sozialjahr zu absolvieren.

Die Einsatzdauer beträgt zwischen neun und zwölf Monaten mit 34 Wochenstunden. Für junge Männer ist ein Sozialjahr (mindestens zehn Monate) auch als Zivildienstersatz anrechenbar. Eine, die im September mit ihrem freiwilligen Sozialjahr begonnen hat, ist die 19-jährige Lena Schörghuber, die danach ein Medizinstudium anstrebt.

Rettungssanitäterin und Covid-Testerin

„Meine Schwester und ihr Freund haben 2019 ein freiwilliges Sozialjahr beim Roten Kreuz in Haag absolviert und dabei großartige Erfahrungen gemacht. Weil ich mich in der Zeit zwischen Matura und Studium sozial engagieren will, habe ich mich entschlossen, auch diesen Weg zu gehen“, erklärt die Haagerin ihre Beweggründe.

Neben der Ausbildung zur Rettungssanitäterin, wo Schörghuber im Bereich des Kranken- und Rettungstransports tätig ist, absolvierte sie auch die Ausbildung zur „sicheren Einsatzfahrerin“. Ebenso half sie als Covid-Testerin bei den Massentests im Dezember mit. „Vor allem der Aspekt, anderen Menschen helfen zu können, und der wertschätzende Umgang und die Teamarbeit unter den Sanitäter-Kollegen gefällt mir sehr gut“, hat die Haagerin ihre Entscheidung für das Sozialjahr keineswegs bereut.

Besonders in Erinnerung geblieben ist ihr ihr erster Einsatz als fertige Rettungssanitäterin. „Wir wurden zu einer Blutzuckerentgleisung gerufen und auch der Notarztwagen wurde mitalarmiert. Das war schon sehr herausfordernd, aber auch spannend“. Einen Entschluss hat Schörghuber auch schon gefasst: Sie wird dem Roten Kreuz auch nach Ende ihres Sozialjahres als ehrenamtliche Mitarbeiterin erhalten bleiben.