Freaks aus St. Valentin eroberten London

Erstellt am 17. März 2022 | 05:29
Lesezeit: 3 Min
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Die für „Britains’s got talent“ kreierte Show der Freaks rief bei der Jury Begeisterung hervor. Daher bastelt Headcoach O.C. Ono (2. Reihe 2. von rechts) bereits an einer Fortsetzung für das Ende Mai stattfindende Halbfinale.
Foto: privat
Die Akrobatikgruppe aus St. Valentin qualifizierte sich bei der TV-Castingshow „Britains’s got talent“ mit einem umjubelten Auftritt für das Halbfinale.
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Corona hat auch das Leben der Akrobatikgruppe The Freaks auf den Kopf gestellt. Auftritte fielen aufgrund von nicht stattfindenden Veranstaltungen aus. Die einzige Möglichkeit, trotzdem auf der Showbühne stehen zu können, bot sich bei TV-Castingshows. Und da konnte die Truppe rund um Headcoach O.C. Ono erneut überzeugen.

Nach dem Auftritt im französischen Fernsehen im Vorjahr stand nun „Britain’s got talent“ am Terminkalender der Freaks. „Das ist die Mutter der Casting-TV-Shows. Dort hat das Format vor 16 Jahren begonnen“, erklärt Ono, warum man sich für den Auftritt im Londoner Palladium etwas gänzlich Neues einfallen ließ. „Ich wollte, dass wir nicht nur als klassische Akrobatikgruppe auftreten, sondern mit einem fertigen Showformat, das so auch auf den größten Bühnen der Welt präsentiert werden kann“, betont Ono. Geworden ist es letztendlich eine „Hollywood-Blockbuster Science-Fiction Action-Show“, für die man das Team mit Balletttänzerinnen und Breakdancern auf insgesamt 25 Personen aufstockte.

Man setzte auch auf coole Kostüme und viele visuelle Effekte. Und das kam bei der Jury und dem Saalpublikum bestens an. „Wir haben von allen Standing Ovations bekommen“, schildert Ono. Besonders gespannt war man aber auf das Urteil von Simon Cowell, quasi dem britischen Dieter Bohlen, der in der Show von Cirque du Soleil-Artisten bis hin zu Profitänzern schon alles gesehen hat. „Er hat gesagt, dass er in den 16 Jahren noch nie so eine spektakuläre Audition gesehen hat. Da habe ich dann schon ein paar Tränen vergossen“, freute sich Ono über die Anerkennung des Showprofis. „Er hat gesehen, wie viel Arbeit und Können da dahintersteckt“, berichtet der St. Valentiner.

Die Show war megaaufregend. „Britain’s got talent“ ist ja die Mutter der Casting-TV-Shows.“ O.C. Ono Headcoach der Freaks

Zeit, den Erfolg zu genießen, bleibt aber nicht, denn Ende Mai steht das Semifinale am Programm und da wollen die Freaks wieder mit einer neuen Show glänzen. „Wir haben zehn Wochen Zeit. Ich überlege schon Tag und Nacht und schreibe Konzepte“, erklärt Ono. Fix ist jedenfalls, dass die Sciene-Fiction-Story weitergeführt wird. „Im Idealfall wird das eine Trilogie, wenn wir auch ins Finale weiterkommen“, hat sich Ono hohe Ziele gesetzt.

Da das Finale eine Woche nach dem Semifinale stattfindet, bedeutet dies aber, dass er derzeit nicht nur an einer Choreografie arbeitet, sondern an zwei. „Die Zeit, die wir sonst für eine Show haben, haben wir jetzt für zwei“, stellt Ono klar, dass dem Team stressige Woche bevorstehen. Die aktuelle Corona-Situation macht die Sache zudem auch nicht gerade leichter, weil regelmäßig jemand anderer wegen eines positiven Tests ausfällt.

Auch mit den Trainingsmöglichkeiten in St. Valentin stoßen die erfolgreichen Akrobaten schön langsam an ihre Grenzen. „Wir können unser volles Potenzial nicht ausschöpfen, weil unsere Trainingshalle zu niedrig ist. Jede Woche kracht eines unserer Mädels an der Decke an“, beklagt Ono. Erschwerte Bedingungen, von denen er sich aber nicht aus dem Konzept bringen lässt, denn „ich habe den Traum, mit dieser Show in Amerika oder Dubai aufzutreten“.

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