Bürgerliste Enns-Donauwinkel: Drei Mandate als Ziel. Die Bürgerliste Enns-Donauwinkel tritt erstmals an und peilt den Einzug in den Gemeinderat an. Die Verkehrsproblematik steht bei der Gruppierung im Mittelpunkt.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 16. Januar 2020 (04:23)
v.l.n.r.: Martin Fenkhuber (40) ist der Spitzenkandidat der Bürgerliste. Michael Pichler (37) ist die Nummer zwei der Bürgerliste Enns-Donauwinkel. Manuel Leitner (32) ist der dritte Kandidat, der für die Bürgerliste antritt.
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Wenn am 26. Jänner gewählt wird, dann stehen in St. Pantaleon-Erla mit SPÖ, ÖVP und FPÖ nicht nur drei Parteien zur Auswahl, sondern erstmals mit der Bürgerliste Enns-Donauwinkel (BED) auch eine vierte Gruppierung.

Sowohl Spitzenkandidat Martin Fenkhuber als auch seine Mitstreiter Michael Pichler und Manuel Leitner sind Teil des Kernteams der Bürgerinitiative Verkehr 4.0, die sich im Vorjahr gründete, um sich verstärkt den Themen „Stau in Pyburg“ und „Donaubrücke Mauthausen“ zu widmen.

„Als hier die Probleme immer augenscheinlicher wurden und sich die drei Fraktionen im Gemeinderat bei Themen wie etwa dem Wohnungsbau gegenseitig blockierten, haben wir uns entschieden, aktiv an deren Lösungen mitarbeiten zu wollen und an der Gemeinderatswahl teilzunehmen“, erklärt Fenkhuber den Grund für die Kandidatur. Es gab in der Folge Gespräche mit bestehenden Parteien, das Trio entschied sich aber für eine eigene Kandidatur. „Weil wir das Beste für die Bürger herausholen wollen und um nicht an Parteirichtlinien gebunden zu sein, kristallisierte sich eine eigene Liste als optimalste Lösung heraus“, erklärt der technische Angestellte Fenkhuber.

Die Ziele, die sich die Bürgerliste-Kandidaten gesteckt haben, sind ambitioniert. „Wir wollen drei Mandate erreichen“, stellt Fenkhuber klar. Gelingt der Einzug in den Gemeinderat, dann könnte der Bürgerinitiative eine wichtige Rolle dabei zukommen, welche Partei in Zukunft den Bürgermeister stellen wird, denn sowohl ÖVP als auch SPÖ werden mit ziemlicher Sicherheit einen Regierungspartner brauchen. Arbeitsübereinkommen mit anderen Parteien schließt Fenkhuber auch nicht grundsätzlich aus.

„Aber es muss für uns passen. Einer unserer Kernpunkte ist ja, die Bürger ohne Partei und Fraktionszwang im Gemeinderat zu vertreten. Daher können wir keine Entscheidungen mittragen, bei denen wir nicht dahinter stehen“, betont Fenkhuber, der allerdings auch Vorteile sieht: „Ein Arbeitsübereinkommen würde es für uns viel einfacher machen, wichtige Themen durchzubringen und stärker Einfluss zu nehmen.“

Bevor man sich genaue Gedanken macht, wie ein derartiges Übereinkommen aussehen könnte, gilt es aber noch eine Wahl zu schlagen.