Frequenz für Begegnungszone ist zu niedrig

Von Bürgern gewünschte Begegnungszone dürfte endgültig vom Tisch sein.

Ingrid Vogl
Ingrid Vogl Erstellt am 13. Oktober 2021 | 02:44
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Die Kalkofenstraße ist für die Bürger aus den Ortsteilen Pyburg und St. Pantaleon der einzige Zugang zur Au – einem Naherholungsgebiet, das am Wochenende auch von vielen Linzern genutzt wird. Die Fußgänger gehen dabei häufig mitten auf der Straße. Die Anrainer wünschen sich daher eine Begegnungszone.
Foto: privat

Dass die verordneten 30 km/h in der Steiner- und Kalkofenstraße von vielen Autofahrern nicht eingehalten werden, ist den Anrainern ein Dorn im Auge. Sie gründeten daher im Frühjahr eine Bürgerinitiative und sammelten Unterschriften für eine Begegnungszone in diesen beiden Straßen (die NÖN berichtete). Die Kalkofenstraße ist zudem der einzige Zugang für den Ortsteil St. Pantaleon zur Au und wird von Spaziergängern sehr gerne genutzt. „Die Leute gehen eh schon auf der Straße. Warum kann man dem Status Quo nicht Rechnung tragen?“, wäre die Installierung einer Begegnungszone für Karen Stoderegger, eine der Initiatorinnen der damaligen Unterschriftensammlung, eigentlich naheliegend.

Verschwenkungen und Schwellen als Lösung?

Die Petition der Bürgerinitiative wurde im März im Gemeinderat behandelt und die Thematik dann dem Ausschuss für Bau, Straßenbau und Raumordnung zugewiesen. Am vergangenen Mittwoch war nun mit Peter Trimmel ein Experte des Kuratoriums für Verkehrssicherheit zu Gast in St. Pantaleon, um nach einer Begehung der beiden Straßen mit der Bevölkerung im Rahmen einer Bürgerversammlung mögliche Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung zu diskutieren. Das Ergebnis war für die Initiative ernüchternd, aber nicht ganz unerwartet. Eine Begegnungszone, für die ein Ermittlungsverfahren notwendig ist, dürfte aufgrund zu geringer Fußgängerfrequenz nicht möglich sein. „Es muss ein Durchschnittstag herangezogen werden und nicht ein Spitzentag“, erklärt Vizebürgermeister und Bauausschuss-Vorsitzender Josef Alkin dazu.

Realistischer als eine Begegnungszone sind daher Verkehrsberuhigungsmaßnahmen wie das Aufstellen mobiler Tempoanzeigen, Verschwenkungen und aufgestellte Blumentröge. Bei der Kalkofenstraße ist da aber zu bedenken, dass Landwirte mit Mähdreschern zu ihren Grundstücken fahren müssen. „Den Vorschlag, das Tempo mit Schwellen zu reduzieren, haben die Anrainer abgelehnt, weil das zu laut ist“, ergänzt Bürgermeister Rudolf Divinzenz. Mögliche Maßnahmen werden nun im Ausschuss bearbeitet und in der Folge wird ein Konzept ausgearbeitet. „Wir bleiben dran“, hat Karen Stoderegger eine Begegnungszone aber noch nicht ganz aufgegeben. „Vielleicht kann man sie ja nur zu bestimmten Zeiten machen“, hofft sie.