Kein Jahr für Jubiläumsfeiern

Feuerwehr Erla und Musikverein St. Pantaleon müssen umdisponieren. Bezirksmusikfest will man 2021 nachholen.

Ingrid Vogl
Ingrid Vogl Erstellt am 09. Mai 2020 | 03:43
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Der Musikverein St. Pantaleon wird sein 170-Jahr-Jubiläum erst im nächsten Jahr feiern. Auch das Bezirksmusikfest will man 2021 nachholen. 
Foto: privat

170 Jahre Musikverein St. Pantaleon und 120 Jahre Freiwillige Feuerwehr Erla. Zwei Jubiläen, die in der Gemeinde im heurigen Jahr in Kombination mit dem Bezirksmusikfest und dem Dorffest groß gefeiert hätten werden sollen. Das Coronavirus machte den Veranstaltern aber einen dicken Strich durch die Rechnung. Beide Events sind für heuer abgesagt. „Es hilft nichts. Die Situation ist, wie sie ist. Damit müssen wir zurechtkommen“, erklärt Bürgermeister Rudolf Divinzenz dazu.

Die jeweiligen Vereine gehen mit ihren Jubiläen aber unterschiedlich um. Die Feuerwehr Erla hat zwar das für Ende Mai geplante Dorffest abgesagt, die Jubiläumsfeier aber noch nicht gänzlich abgeschrieben. „Wir haben für September noch einen Frühschoppen mit einer kleinen Jubiläumsfeier in petto. Ob das stattfinden kann, steht aber noch in den Sternen“, berichtet Kommandant Thomas Haslinger. Eines steht für ihn aber fest: Entweder wird das Jubiläum im Herbst gefeiert, oder es fällt aus. Eine Verschiebung auf nächstes Jahr kommt für ihn nicht in Frage. „Dann haben wir unser nächstes Jubiläum in fünf Jahren“, stellt er klar.

Anders ist die Situation beim Musikverein St. Pantaleon, der sowohl das Jubiläum als auch das Bezirksmusikfest im kommenden Jahr nachholen will. „Eine Verschiebung auf Herbst war nur zu Anfangszeiten ein Hoffnungsschimmer, aber das ist mittlerweile unrealistisch. Es fehlt dafür ja auch die nötige Organisationszeit“, gibt Obmann Stefan Huber zu bedenken.

Derzeit stecke man voll im Umplanungs- und Ideenfindungsprozess. „Bis Mitte Mai soll es eine Entscheidung geben, ob und wann wir die Veranstaltung nächstes Jahr machen und ob sie in der selben Größenordnung stattfinden soll“, informiert der Musikvereins-Obmann. Ursprünglich wäre das Bezirksmusikfest als Dreitagesveranstaltung von 12. bis 14. Juni geplant gewesen.

Da das Bezirksmusikfest Teil des abgesagten und auf nächstes Jahr verschobenen Viertelsfestivals gewesen wäre, steckte man viel Zeit in die Vorbereitung des Großereignisses. „Wir haben zwei Jahre daran gearbeitet. Wenn wir unser Fest nächstes Jahr machen, dann könnten wir die Vorbereitung fast eins zu eins übernehmen. Dann wäre die Arbeit nicht ganz umsonst gewesen“, erklärt Huber.