Dorferneuerung: Projekt ist machbar. Gemeinsames Haus für Feuerwehr und Musik im Ort wäre möglich.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 16. April 2019 (04:55)
Sabine Hummer
So könnte das neue Haus von Freiwilliger Feuerwehr und Musikverein aussehen. Der alte Schlauchturm der Feuerwehr bliebe erhalten.

Seit 2017 befindet sich der Dorferneuerungsverein St. Peter in einer aktiven Phase. Neben der Neuerrichtung des Spiel- und Sportplatzes am Kreuzfeld, der ja bereits seit September 2018 fertiggestellt ist, hat sich der Verein rund um Obmann Markus Fehringer im Besonderen um die Situation der Vereinsinfrastruktur im Markt angenommen. Im November 2017 wurde erstmals zum Themenabend in dieser Causa eingeladen. Dabei wurde die Dringlichkeit einer neuen Einsatzzentrale für die Freiwillige Feuerwehr, aber auch der nötige Platzbedarf des Musikvereins als vorrangig definiert.

Die Bestandssituation ist vor allem bei der Feuerwehr weit entfernt von heutigen Standards: Eine viel zu kleine Fahrzeughalle, kaum Lagermöglichkeiten, keine ordentliche Heizung, weshalb sich die Feuerwehrleute im Winter bei Temperaturen zwischen 2 und 6 Grad umziehen müssen, keine getrennten Umkleiden von Männern und Frauen und keine zeitgemäße Möglichkeit, sich nach einem Einsatz zu reinigen, was heißt, dass die giftigen Schadstoffe mit nach Hause genommen werden – das sind nur einige der Negativfaktoren, die für ein neues Feuerwehrhaus sprechen.

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Ziehen an einem Strang, um ein gemeinsames Haus für Freiwillige Feuerwehr und Musikverein zu realisieren: (von links) Dorferneuerungsobmann Markus Fehringer, Bürgermeister Johannes Heuras, Musikvereinsobmann Reinhard Begicevic, Feuerwehrkommandant Philipp Deinhofer und Baumeister Hannes Kammerhofer.

Aber auch aufseiten des Musikvereins gibt es absoluten Handlungsbedarf, da sich der Platzmangel immer mehr bemerkbar macht. So gibt es kaum Lager für Instrumente und Noten, im Probenraum findet gar nur ein Teil der Musiker Platz, weshalb für Proben vor Konzerten in Musikvereinshäuser anderer Gemeinden ausgewichen werden muss. Luftvolumen und Akustik sind ebenfalls ungenügend. Bis zu fünfmal pro Woche dient das Musikheim außerdem als Probenraum für Ensembles und Orchester der Musikschule.

Nach mehreren Arbeitstreffen, bei denen sowohl die Standortfrage als auch Variantenüberlegungen thematisiert wurden, wurde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Dabei wurde die Variante eines gemeinsamen Zentrums für Feuerwehr und Musik am angestammten Standort der Feuerwehr ins Auge gefasst. Am vergangenen Montag wurde das Ergebnis der Öffentlichkeit präsentiert, mit dem Ziel, Meinungen und Stellungnahmen der Bürger einzuholen und möglichst in das Vorhaben einzubinden.
Hartplatz müsste weg:

Schulen sind skeptisch

„Es war nicht einfach, ein Konzept für ein Feuerwehr- und Musikhaus an diesem Standort zu erstellen. Die benötigten Flächen von Musik und Feuerwehr könnten aber theoretisch hier geschaffen werden“, stellte Baumeister Hannes Kammerhofer fest und zeigte den versammelten Bürgern das Ergebnis der Studie. „Für uns ist wichtig, dass der Verein im Zentrum bleibt. Aus Sicht des Musikvereins wäre die Nähe zur Schule optimal“, betonte Musikobmann Reinhard Begicevic. Auch für die Feuerwehr wäre der angestammte Standort kein Nachteil. „Wir können an diesem Platz auch in Zukunft die Sicherheit der Bevölkerung gewährleisten“, steht Kommandant Philipp Deinhofer hinter dieser Variante.

Im Anschluss an die Präsentation wurde zur offenen Diskussion geladen, bei dem mehrere Besucher – allen voran die Vertreter der Schulen – ihre Skepsis äußerten. enn für die Realisierung des Vorhabens an diesem Standort müsste der Hartplatz der Neuen Mittelschule weichen und auch die Zugänge zu den Schulen und zur Carl-Zeller-Halle sowie die Parkplatzsituation würden sich ändern.

„Es ist eine Machbarkeitsstudie und kein fix und fertig ausgearbeitetes Gesamtkonzept. Die Skepsis ist nachvollziehbar, deswegen diskutieren wir ja. Wir wissen nun, vom Flächenbedarf her geht es sich aus“, zog Bürgermeister Heuras ein dennoch positives Resümee.

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