Drei Bürgermeister auf Gemeinderundfahrt

Erstellt am 31. Juli 2022 | 04:38
Lesezeit: 4 Min
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Die 100 Teilnehmer lernten bei der Gemeinderundfahrt mit Bürgermeister Johannes Heuras und seinen Vorgängern Gerhard Wieser und Johann Heuras ihre Heimatgemeinde noch ein bisschen besser kennen.
Foto: Gemeinde
Johannes und Johann Heuras sowie Gerhard Wieser fuhren mit 100 Bürgern zu sämtlichen Grenzen der Großgemeinde St. Peter.
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100 Teilnehmer machten sich am Sonntag auf, um die Gemeinde St. Peter/Au noch besser kennenzulernen. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der Großgemeinde lud Bürgermeister Johannes Heuras zu diesem Ausflug. „Man fährt oft weit weg, um Ausflüge zu machen, obwohl Sehenswürdigkeiten in der eigenen Gemeinde so nahe wären“, erklärt der Ortschef.

Zum Schulschluss fahren für gewöhnlich die 3. Klassen der Volksschule gemeinsam mit dem Bürgermeister an die Grenzen der Gemeinde. Viele Erwachsenen wollten dieses Erlebnis auch einmal mitmachen. Daher wurde die Route zum Jubiläum nun um einige Labstellen erweitert, erwachsenengerecht aufbereitet und so ein interessanter Ganztagesausflug zusammengestellt. Mit drei Bussen wurde die Reise in Angriff genommen. Neben dem Bürgermeister fungierten auch seine beiden Vorgänger Gerhard Wieser und Johann Heuras als Reiseleiter und wussten allerhand Geschichten und historische Daten aus der Gemeinde zu berichten.

Vom größten Arbeitgeber bis zum modernen Altarbild

Die interessierten Mitreisenden erhielten eine Führung durch die Firma Forster Metallbau in St. Peter Dorf, die der größte Arbeitgeber in der Gemeinde ist. Lärmschutzwände und Regalsysteme werden von hier aus in die ganze Welt geliefert. Weiter ging es dann in den nördlichsten Teil nach St. Johann. Pater Benedikt und Johann Lahmer erzählten die spannende Geschichte rund um das seinerzeit zu moderne Altarbild von Lydia Ropolt, das erst seit wenigen Jahren betrachtet werden kann, war es doch zuvor über Jahrzehnte verhüllt.

„Der Aufwand hat sich

in jedem Fall gelohnt“

Nach einer kleinen Stärkung bei der Freiwilligen Feuerwehr St. Johann ging es weiter in den Markt von St. Peter/Au. Eine Führung über den historischen Marktplatz hin zum Schloss, wo natürlich auch die Bauernaufstände aus den Jahren 1596/ 97 Thema waren. Auch der Verbindungsgang zwischen Schloss und Pfarrkirche, die eine gemeinsame Wehranlage darstellen, wurde erkundet.

Anschließend ging es hinauf nach St. Michael. Ortsvorsteher Josef Streißlberger empfing die Reisenden in der Pfarrkirche und dann sorgte im Vereinshaus die Freiwillige Feuerwehr für Speis und Trank. Auch die Trachtenmusikkapelle marschierte auf und überraschte die große Reisegruppe mit einigen Märschen. Über die Höhenstraße ging es durch die Gemeinde Ertl rund um den Briefberg, der mit 837 Metern die höchste Erhebung der Gemeinde ist, weiter zum Biohof der Familie Hörmann in Kürnberg. Juniorchef und Direktvermarkter Bernhard Hörmann züchtet hier hoch oben am Kürnberg Bio-Wasserbüffel.

Nächste Station wurde dann in der generalsanierten Mittelschule im Ramingtal gemacht. Schulausschussobmann Peter Hofer präsentierte stolz das modernisierte Schulgebäude. Der Elternverein sorgte für Kaffee und Kuchen. Den Abschluss bildeten eine Führung von Vizebürgermeister Alois Seirlehner durch den Kindergarten sowie das dorfHAUS in Kürnberg beziehungsweise eine Besichtigung der Pfarrkirche. Wer noch durstig war, machte noch einen raschen Blick in den neuen Dorfladen und dann ging es per Bus zurück in den Markt.

Insgesamt war es ein heißer, aber umso informativerer Sommertag. Bürgermeister Heuras zog eine sehr positive Bilanz: „Natürlich ist die Organisation ein gewisser Aufwand, aber ich danke allen Vereinen und Organisationen sowie den Ortsvorstehern, die hier so tatkräftig mitgeholfen haben. Wenn sich Teilnehmer am Ende verabschieden und sich für einen wunderschönen, unvergesslichen Tag bedanken, dann weiß man, dass sich der Aufwand in jedem Fall gelohnt hat.“ Eine Neuauflage scheint somit auch in Zukunft gesichert, um die Highlights der Großgemeinde St. Peter/Au und ihrer fünf Katastralgemeinden zu entdecken.

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