Masken für guten Zweck. Michaela Seisenbacher nähte hunderte Masken. Der Erlös wurde durch die Firma ihres Mannes verdoppelt und an das Rote Kreuz und die Freiwillige Feuerwehr gespendet.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 24. Mai 2020 (04:34)
Michaela und Hannes Seisenbacher übergaben mit ihren beiden Söhnen Dominik und Sebastian jeweils 1.000 Euro an das Rote Kreuz und die Freiwillige Feuerwehr St. Peter/Au. Für diese großartige Spende bedanken sich Mathias Kammerhofer, Daniel Penzendorfer und Bezirksstellenleiterin Katharina Latschenberger vom Roten Kreuz sowie Kommandant Philipp Deinhofer und Verwalter Stefan Kronsteiner von der Freiwilligen Feuerwehr St. Peter/Au (von links).
Sabine Hummer

Seit einigen Wochen bringt Michaela Seisenbacher ihr Nähgeschick auf besondere Weise ein. „Als es hieß, wir müssen einen Mund- und Nasenschutz tragen, habe ich begonnen, welche für meine Familie zu nähen. Das hat dann eine Eigendynamik bekommen“, erzählt die St. Peterin.

Zuerst in der Verwandtschaft, dann in der Nachbarschaft – die bunten, gemusterten Masken fanden reißenden Absatz. Und so hat die zweifache Mutter mittlerweile mehrere hundert Stück genäht. Da viele Materialspenden eingegangen sind, wollte die Familie mit den Einnahmen ein besonderes Zeichen setzen. „Mein Mann hat gemeint, er verdoppelt die Spenden durch seine Firma HaSe Kunststofftechnik“, freut sich Michaela Seisenbacher über eine namhafte Summe, die sie gemeinsam mit ihrer Familie am Donnerstag an das Rote Kreuz St. Peter/Au und die Freiwillige Feuerwehr St. Peter/Au überreichen konnte. Natürlich hatte sie für die beiden Einsatzorganisationen auch einige ihrer Kreationen mitgebracht.

Die Freude über die Spende bei der Rettung und der Feuerwehr ist natürlich groß. „Wir sind überwältigt von dieser Aktion“, bedanken sich Bezirksstellenleiterin Katharina Latschenberger und Feuerwehrkommandant Philipp Deinhofer bei Michaela und Hannes Seisenbacher. Vor allem bei der Freiwilligen Feuerwehr kommt dieser Spendeneingang wie gerufen. Denn eigentlich würden die St. Peterer Florianis in wenigen Wochen ihr 150-jähriges Jubiläum mit einem großen Fest und den Bezirksleistungsbewerben begehen. „Das ist alles abgesagt. Vielleicht gelingt es uns im Lauf des Jahres, dass wir zumindest unser Jubiläum mit einem kleinen Festakt feiern“, sagt der Kommandant. Die Festeinnahmen hätte die Feuerwehr für den Ankauf eines neuen Einsatzfahrzeuges sowie den Neubau des Feuerwehrhauses gut gebrauchen können.