Sanierungsstart für Kirchenmauer. Archäologen haben Baustart nun freigegeben. Rund 110.000 Euro kosten die Arbeiten an der Kirchenmauer in St. Peter/Au.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 02. August 2019 (04:12)
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Anton Höritzauer und Franz Wagner (v.l.) vom Pfarrkirchenrat sowie Friedhofsverwalter Alois Schörghuber (2.v.r.) bedanken sich für die Unterstützung bei Bürgermeister Johannes Heuras und Ortsvorsteher Hermann Stockinger, die im Namen der Gemeinde eine Förderung in der Höhe von 5.000 Euro sowie einen 500-Euro-Verpflegungsgutschein für die Helfer überreichten.
Humer

„Es war ein kleines Loch, das im April 2018 an der Kirchenmauer zu sehen war“, erzählt Anton Höritzauer, stellvertretender Obmann des Pfarrkirchenrates St. Peter/Au. Doch es hat nicht lange gedauert und das Loch wurde immer größer. Somit war klar, eine Sanierung der alten Mauer ist unumgänglich.

Anfangs sah es noch nach einer kleinen Baustelle aus, schnell stellte sich aber heraus, dass sich die Arbeiten doch wesentlich aufwendiger gestalten würden. „Wir haben aus Sicherheitsgründen die Mauer kontrolliert abtragen und von einem Statiker ein Gutachten machen lassen. Im Rahmen der digitalen Vermessungsarbeiten ist man draufgekommen, dass die Mauer beim Übergang zum Schloss schon richtig überhängt. Uns wurde deshalb eine Gesamtsanierung vorgeschlagen“, berichtet Höritzauer.

Sechs Stützpfeiler gilt es komplett zu erneuern, die übrigen Pfeiler werden saniert. Dann muss der abgetragene Teil der Mauer wieder aufgemauert werden, ehe sie komplett saniert wird. Dabei müssen die Baumaschinen durch den Schlosspark, um zur Baustelle zu gelangen. „Unser Glück war, dass Herr Steinwendtner seinen Stadl abgetragen hat und uns durch seinen Grund fahren lässt“, bedanken sich Friedhofsverwalter Alois Schörghuber und Pfarrkirchenrat Franz Wagner.

Archäologen untersuchten Erdschichten

In den vergangenen Wochen wurden die Vorarbeiten durchgeführt. Archäologen des Denkmalamtes waren rund eineinhalb Wochen vor Ort und untersuchten die Erdschichten. „Es gab aber keine nennenswerten Funde“, freut sich das Pfarr-Team über die Freigabe der Baustelle. Mit Montag können die umfangreichen Bauarbeiten nun endlich gestartet werden. Die Kostenschätzungen für das Großvorhaben belaufen sich auf rund 110.000 Euro. „Das ist natürlich viel Geld“, konnte Anton Höritzauer mit seinem Team die Finanzierung abklären. Unterstützung gibt es vom Land, der Diözese, dem Denkmalamt und der Marktgemeinde St. Peter, somit bleiben für die Pfarre 35 Prozent der Kosten.

„Viele Bürger haben uns bereits ihre Mithilfe zugesagt. Jede freiwillig geleistete Stunde hilft uns dabei, die Kosten für die Pfarre zu reduzieren“, danken die Pfarrkirchenräte schon jetzt für die Hilfe der Pfarrmitglieder. Bis Ende September soll das Projekt fertiggestellt sein.