Resolution gegen Rassismus verabschiedet.

Erstellt am 11. Dezember 2018 (14:42)
Am Tag der Menschenrechte verabschiedete der Gemeinderat von St. Peter/Au eine Resolution gegen Rassismus und Intoleranz. Alle Fraktionen mit FPÖ-Obmann Johann Egger-Richter (vorne 2.v.l.), Bürgermeister Johannes Heuras (3.v.l.) und SPÖ-Obmann Helmut Überlackner (4.v.l.) und Hermann Stockinger (5.v.l.) bekennen sich „gemeinsam gegen Rassismus und für ein liebenswertes St. Peter/Au“.
Gemeinde

Aufgrund eines Facebook-Postings im Zusammenhang mit darin angeführten rassistischen Beleidigungen eines Bewohners steht die Marktgemeinde St. Peter/Au derzeit im medialen Rampenlicht. Auch die NÖN berichtet in ihrer dieswöchigen Ausgabe.

Als Reaktion auf diese negative Rassismusdebatte hat Bürgermeister Johannes Heuras am Montag (dem internationalen Tag der Menschenrechte), in der Gemeinderatssitzung eine Resolution gegen Rassismus und Intoleranz eingebracht, die von allen Fraktionen – ÖVP, SPÖ und FPÖ – einstimmig verabschiedet und von allen Fraktionsobleuten unterzeichnet wurde.

Integration keine leere Floskel

„Gelebte Integration ist bei uns keine leere Floskel. Es gibt zahlreiche, erfolgreiche Beispiele. Viele ehrenamtliche Helfer haben sich um das Wohl der Flüchtlingsfamilien angenommen, vor allem die Vereine, als Träger unserer Gesellschaft, leisten wertvolle Integrationsarbeit. Da wird nicht gefragt, woher du kommst, sondern wer du bist und mit welchem Engagement du dich für die gemeinsame Sache einbringst“, sagt der Bürgermeister. Er findet es bedauerlich, dass durch Social-Media Aktivitäten, eine ganze Gemeinde und ihre Bürger so schnell in ein schlechtes Licht gerückt würden.“

„Kein brauner Sumpf“

Der Ortschef will auch in den nächsten Wochen mit den Vereinsobleuten in der Gemeinde das Gespräch suchen, um noch stärker auf das Thema Integration einzugehen und zu sensibilisieren.

In der Resolution bekennen sich alle Faktionen dazu, dass Intoleranz in der Gesellschaft und speziell in St. Peter in der Au nicht akzeptiert werden kann: „Wir sind eine blühende und offene Gemeinde und kein brauner Sumpf!“