Rot-Kreuz-Haus: Bau im Zeitplan, Verstärkung gesucht. Der Innenausbau läuft auf Hochtouren, bis Jahresende soll das Haus bezugsfertig sein. Als Termin für die offizielle Eröffnung wurde der 2. Juli 2019 fixiert.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 17. August 2018 (07:12)
Am Flachdach der neuen Garagen hat das St. Peterer Rot-Kreuz-Team ein Banner gehisst, das neue Mitglieder ansprechen soll. „Sanitäter sein ist einfach etwas Tolles und wir sind eine großartige Gemeinschaft“, hoffen (v.l.) Bernhard Nürnberger, Sieglinde Lohnecker, Katrin Haberhauer (freiwilliges Sozialjahr), die Zivildiener Philipp Rosenberger und Daniel Haselmayr, Daniel Fritsch und Zivildiener Thomas Riedler auf Verstärkung.
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Die Bauarbeiten an der neuen Bezirksleitstelle des Roten Kreuzes St. Peter/Au schreiten zügig voran. „Der Rohbau ist so gut wie fertiggestellt, derzeit beginnen schon die Arbeiten am Innenausbau“, freut sich Bezirksstellenleiterin Katharina Latschenberger über den Baufortschritt. Am Donnerstag wurden die Fenster angeliefert, derzeit wird die Fußbodenheizung verlegt. „Wir sind sehr gut betreut durch das Planungsbüro und die Firmen. Der Bau liegt voll im Zeitplan“, betont die Rot-Kreuz-Chefin.

Der Rohbau der neuen Einsatzzentrale beim Burgholz ist fertiggestellt. Derzeit beginnen die Innenausbau-Arbeiten. Bis Dezember soll das Großprojekt abgeschlossen sein. Im Bild (v.l.) Bezirksstellenleiterin Katharina Latschenberger, Polier Franz Langsenlehner, ehrenamtlicher Mitarbeiter und Sanitär-techniker Mario Pressleitner sowie Notfallsanitäter Daniel Penzendorfer.
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Ende des Jahres soll das Gebäude bereits bezugsfertig sein. Und auch der Eröffnungstermin steht schon fest. „Die offizielle Eröffnungsfeier wurde mit dem Landesverband abgestimmt und wird am 2. Juli 2019 stattfinden“, informiert Latschenberger.

Das Haus ist so aufgebaut, dass es sich in einen öffentlichen Bereich und einen Mannschaftsbereich gliedert. „Dieser ist abgetrennt, damit die Mannschaft ungestört ist“, erklärt Latschenberger.

Im vorderen Hauptbereich befinden sich die Büros sowie Besprechungsräume. Im Obergeschoß, das neben der großen Haupttreppe mit einer Liftanlage erschlossen wird, werden ein rund 120 Quadratmeter großer Lehrsaal, der abgeteilt werden kann, sowie der von den Gemeinden finanzierte Jugendraum errichtet. Auch eine Teeküche sowie behindertengerechte Sanitäranlagen werden hier eingerichtet.

„Wir wollen diesen Bereich in Zukunft auch vermieten. Ob als Seminarräume oder als Tanzsaal, die Mannschaft wird jedenfalls von jeglichen Veranstaltungen ungestört sein“, sagt Latschenberger.

Die Ruhe- und Spindträume befinden sich im hinteren Teil des Gebäudes, der zum Wald gerichtet ist und sich über den Hintereingang und eine Hintertreppe erschließt. Von dort gelangt die Mannschaft auf schnellstem Weg zu den Garagen. Beim Infopoint können sich die Rettungsleute künftig über die aktuellen Einsätze ein Bild machen.

Rotes Kreuz St. Peter braucht Verstärkung

Am vergangenen Dienstag konnte die Bezirksleitstelle St. Peter/Au übrigens einen neuen Rekord verzeichnen. „Wir hatten alleine an diesem Tag 60 Krankentransporte. Im Normalfall sind es 30 bis 40 pro Tag“, berichtet die Bezirksstellenleiterin. Da sei auch die Mannschaft gefordert.

„Gerade während der Urlaubszeit in den Sommermonaten ist es nicht einfach, alle Autos zu besetzen“, startet Latschenberger mit ihrem Team nun eine Kampagne zur Werbung neuer ehrenamtlicher Mitarbeiter. „Auch im Hinblick auf unsere neue Dienststelle ist es wichtig, dass wir uns verstärken. Wir haben unseren Fuhrpark um ein Auto aufgestockt, das beim Feuerwehrfest in St. Johann Anfang September feierlich gesegnet wird.“

Beim Rohbau des neuen Rot-Kreuz-Hauses wurde als Eyecatcher ein Banner gehisst, der vielleicht den Einen oder die Andere zur Mitarbeit beim Roten Kreuz animieren soll. Derzeit sind fünf hauptamtliche Mitarbeiter, zwölf Zivildiener und rund 70 Ehrenamtliche die Säule des Roten Kreuzes in St. Peter/Au.

„Wir brauchen aber unbedingt Verstärkung“, betont Daniel Penzendorfer. „Man bei uns auch ein freiwilliges Sozialjahr bei uns absolvieren, womit uns aktuell zwei junge Frauen unterstützen. Vielen dient es als Orientierungshilfe aber auch als Vorbereitung für eine medizinische Ausbildung“, weiß der Notfallssanitäter.

Zwar sei die Ausbildung zeitintensiv (100 Stunden Theorie und 160 Stunden Praxis), der Aufwand lohne sich jedoch. „Sanitäter zu sein, ist einfach toll. Und wir sind darüber hinaus eine großartige Gemeinschaft“, ist sich das Rot-Kreuz-Team einig.