30 Prozent Kosten bei Hochwasserschutz gespart. Hochwasserrückhaltebecken Rohrberg wurde vom Land an die Stadtgemeinde übergeben.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 10. Mai 2019 (03:58)
ÖVP
Oliver Huber von der Wasserbauabteilung des Landes, Stadtrat Karl Bunzenberger und Bauhofleiter Eduard Etzelsdorfer (von links) beim Rohrbergbecken, das Teil des „Hochwasserschutzes Kreuzrunse“ ist.

Nicht nur die Donaugemeinden hatten in den letzten Jahren immer wieder schmerzhaft unter Hochwasser zu leiden. Auch in St. Valentin steht die Notwendigkeit eines Hochwasserschutzes außer Frage. Die Umsetzung eines umfassenden Schutzes erfolgt in mehreren Bauabschnitten und wird in Summe mehr als 17 Millionen Euro verschlingen.

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Die Grafik zeigt in etwa das betroffene Gebiet, das durch das Hochwasserschutzprojekt Kreuzrunse geschützt werden soll. Insgesamt geht es um die Sicherung von 150 Objekten.

Eines der vier geplanten Projekte ist der „Hochwasserschutz Kreuzrunse“ im Osten der Stadt. Das gefährdete Gebiet beginnt im Süden mit der Lannerstraße bis zur Raiffeisenstraße, reicht Richtung Norden von der Lortzingstraße bis zur Brucknerstraße, erstreckt sich im Westen von einem Teil der Haagerstraße und dem Hauptplatz bis zur Beethovenstraße und wird östlich von der Kreuzrunse begrenzt (siehe Grafik). Um die betroffenen 150 Objekte zu schützen, sind drei Rückhaltebecken vorgesehen.

Umplanungen führten zu Kostenreduktion

Eines davon, das Rückhaltebecken Rohrberg mit einem Retentionsvolumen von 8.200 Kubikmetern, wurde nun von der Wasserbauabteilung des Landes offiziell an Stadtrat Karl Bunzenberger (ÖVP) und Bauhofleiter Eduard Etzelsdorfer übergeben. Somit ist die Stadtgemeinde für die Wartung und Erhaltung des Rückhaltebeckens verantwortlich. Erfreulich entwickelten sich die Kosten bei dieser Hochwasserschutzmaßnahme. „Vor Baubeginn waren Kosten in der Höhe von 600.000 Euro eingeplant. Sie konnten aber auf 422.711,98 Euro reduziert werden“, freut sich Bunzenberger über eine Ersparnis von 30 Prozent. Diese hat mehrere Gründe. „Man hat einen weiteren Geotechniker herangezogen und hat so eine andere und billigere Lösung gefunden, die den selben Zweck erfüllt“, erklärt Bunzenberger. Auf die Größe und Effektivität des Beckens hatten die Umplanungen keine Auswirkung. Außerdem gab es durch die guten Witterungsbedingungen keine Verzögerungen.