FPÖ-Mitglied attackiert Rendi-Wagner verbal. St. Valentiner FPÖ-Mitglied verglich SPÖ-Parteichefin mit „läufiger Hündin“.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 07. Mai 2019 (05:36)
APA
SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner

Mit einem Posting auf der Facebookseite des FPÖ-Bezirksjugendobmanns sorgte ein St. Valentiner FPÖ-Mitglied in der Vorwoche für helle Empörung. Er verglich SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner mit einer „läufigen Hündin, die sich noch nie gekämmt hat“, und entschuldigte sich als Draufgabe auch noch bei den Hunden, dass er sie für diesen Vergleich herangezogen habe (siehe Screenshot).

Screenshot
Mit diesem Posting sorgte der St. Valentiner FPÖ-Mann nicht nur bei der SPÖ für Empörung.

Die SPÖ im Bezirk ließ diese Entgleisung nicht unkommentiert. „Die sexistische, widerwärtige Beschimpfung von Parteivorsitzender Pamela Rendi-Wagner ist unfassbar. Offenbar sind in dieser Partei alle Grenzen des gesellschaftlichen Anstands gefallen“, verurteilten Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und Landtagsabgeordnete Kerstin Suchan-Mayr, die auch Bürgermeisterin in St. Valentin ist, die Wortmeldung. „Die FPÖ spricht bei solchen Vorkommnissen mit Vorliebe von Einzelfällen, allerdings kann mittlerweile ein ganzes Buch mit ihren rechten Ausrutschern und Niveaulosigkeiten gefüllt werden. Viele Freiheitliche haben augenscheinlich keinen Genierer mehr. Sie greifen immer tiefer in die Kiste der Grauslichkeiten und versprühen Hass, Verachtung und Neid“, sehen die beiden in den Attacken System.

Und sie forderten FPÖ-Bezirkschefin Edith Mühlberghuber zum Handeln auf. Dies war in diesem Fall aber gar nicht mehr notwendig, denn der Mann – kein FPÖ-Funktionär, aber Parteimitglied – hat bereits selbst Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen. „Er hat sich entschuldigt und ist nicht mehr Mitglied“, erklärt Mühlberghuber. Sie stellt auch klar, was sie von dem Posting hält: „Die Aussage ist nicht in Ordnung. Ich distanziere mich davon.“