Großprojekt ist um einen Schritt weiter. Der Gemeinderat beschloss den Vorplan für das Veranstaltungszentrum und die Musikschule. Der Kostenrahmen für das Projekt wurde mit 8,9 Millionen Euro festgesetzt.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 27. Juni 2017 (05:04)
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Der Gemeinderatsbeschluss des Vorplans ist für das Architektenduo Ulrich Burtscher und Marianne Durig – im Bild mit Bürgermeisterin Kerstin Suchan-

In einem Architektenwettbewerb wurde Anfang Oktober 2016 das Projekt von Ulrich Burtscher und Marianne Durig zum Sieger gekürt. Ihr Plan für die Veranstaltungshalle samt Musikschule entpuppte sich in der Folge aber als zu groß und zu teuer. Deshalb wurde in den letzten Monaten fleißig umgeplant.

„Mit dem Platzangebot werden wir gut auskommen“

Der Gastronomiebereich wurde ebenso verkleinert wie der Veranstaltungssaal selbst, der jetzt für 650 Sitzplätze ausgerichtet ist und nicht mehr wie ursprünglich geplant für 950. Statt zwei geplanten Eingängen wird es nur noch einen geben, wodurch das Foyer an Größe gewinnt. Dieses lässt sich, wenn man die Türen ganz öffnet, beim großen Saal miteinbinden, um – wenn nötig – mehr Platz zur Verfügung zu haben.

„Mit dem Platzangebot werden wir gut auskommen“, ist Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr überzeugt. Das sieht man auch bei der ÖVP so. „650 Sitzplätze sind für unseren Bedarf ausreichend“, erklärt auch Stadtrat Andreas Pum.

Änderungen gab es auch im Bereich der Musikschule. Der Vortragssaal wandert in der neuen Planungsvariante nämlich ins Erdgeschoß und soll grundsätzlich für alle Veranstaltungen nutzbar sein. „Das ist kein Problem. Ich habe allerdings große Bedenken, dass der Vortragssaal eine mobile Wand zur Gastronomie hat“, befürchtet Gemeinderat Martin Weichselbaumer akustische Probleme. Mit der Mehrfachnutzung des Saals ist ansonsten aber auch die ÖVP einverstanden.

„Unseriös“: SPÖ übte Kritik an Pum-Schätzung

Differenzen gab es bei der Gemeinderatssitzung am vergangenen Mittwoch jedoch bezüglich des Kostenrahmens. Der Tagesordnungspunkt lautete auf 8,9 Millionen Euro. Zu viel für die ÖVP, die einen Gegenantrag stellte. „8,5 Millionen sind als Zielsetzung realistisch“, begründete Andreas Pum den Antrag und erntete damit Kritik seitens der SPÖ.

„Es ist meiner Meinung nach unseriös, die Schätzung der Architekten herunterzusetzen“, gab Vizebürgermeister Ferdinand Bogenreiter zu bedenken. Der Gegenantrag fand letztendlich nur die Zustimmung der ÖVP, der Kostenrahmen von 8,9 Millionen wurde mehrheitlich beschlossen.

„Mit der Beschlussfassung haben wir nun die Sicherheit, dass wir in die nächste Planungsphase übergehen können“, betont die Bürgermeisterin. Seit vergangenem Montag ist auf der Homepage der Stadtgemeinde jedenfalls bereits die Ausschreibung für den Gastronomiebetrieb online.