Großprojekt Veranstaltungszentrum wird teurer

Änderungen führen zu Kostensteigerungen um 70.000 Euro. Größter Brocken fällt auf den Erdbau. Parkplatzsituation sorgt für Diskussion der Parteien in St. Valentin.

Peter Führer
Peter Führer Erstellt am 07. Oktober 2021 | 13:56
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Etwas teurer als erwartet fällt der Bau des Veranstaltungszentrums inklusive Musikschule aus. Das 13-Millionen-Projekt soll ja, wie die NÖN berichtete, Anfang 2023 eröffnet werden. Die Musikschule wird bis zum Herbst 2023 übersiedelt sein. Die Räumlichkeiten dafür entstehen im Obergeschoß. Anfang September kam es in St. Valentin zur Gleichenfeier.

In der Vorwoche erteilte der Gemeinderat einstimmig seine Zustimmung zur Kostenerhöhung. Wie SPÖ-Kulturstadtrat Leopold Feilecker berichtete, führt die Änderung des Fußbodens zu Mehrkosten von 3.000 Euro.

„Das Planerbüro verrechnet uns jeden Strich und stellt 5.000 Euro in Rechnung. Eine gute Zusammenarbeit stelle ich mir anders vor.“ FPÖ-Gemeinderat Johannes Lugmayr

So wird im Gebäude nun ein Fliesenboden anstatt eines beschichteten Bodens angebracht. Für die Umplanung entfallen zudem Planungskosten von 2.000 Euro. Weiters kann durch die ursprünglich vorgesehene Trafostation der Energiebedarf nicht gedeckt werden. Hier kommt es zu 17.000 Euro Mehrkosten (exklusive Umsatzsteuer) und Planungskosten von mehr als 3.000 Euro. Für Erdbauarbeiten rechnet man nun außerdem mit einer Steigerung von 44.000 Euro. Die Änderungen ergeben somit insgesamt Mehrkosten von etwa 70.000 Euro.

Diskussion über Parkplatzsituation

Zwar erteilten alle Parteien ihre Zustimmung, doch ÖVP-Stadtrat Andreas Pum und FPÖ-Gemeinderat Johannes Lugmayr orteten negative Auswirkungen auf die Parkplatzsituation. „Wir haben uns das genau angesehen. Der Platz, an dem der Trafo hinkommt, ist der einzig mögliche, aber leider verlieren wir hier zwei weitere Parkplätze. Jeder Parkplatz ist kostbar, daher ist es wichtig, bei der Planung darauf Acht zu geben, ausreichend Raum zu schaffen“, sagte Pum.

Lugmayr befürchtet einen Parkplatzmangel und kritisiert auch die Planungskosten. „Das Planerbüro verrechnet uns jeden Strich und stellt uns 5.000 Euro in Rechnung. Eine gute Zusammenarbeit stelle ich mir anders vor.“ SPÖ-Kulturstadtrat Leopold Feilecker sah das anders: „Bezüglich Parkplätze sind wir an der Grenze der Möglichkeiten. Es steht aber auch noch die Langenharter Straße zur Verfügung. Wir haben sicher genug Kapazitäten.“

Zu den Planungskosten müsse man sagen, dass die Mehrkosten natürlich ärgerlich sind. „Aber das Projekt wurde schon seit drei Jahren geplant, da wurde nichts verrechnet. So gesehen sind wir da noch einmal gut gefahren.“