Grüne Kritik an Hühnermastfarm. Die NÖ Grünen machten nun auch die in St. Valentin geplante Hühnermastfarm zum Thema und kürten das Projekt zum „Schildbürgerstreich des Monats“.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 01. Mai 2018 (04:24)
Grüne
Grün-Landessprecherin Helga Krismer (Mitte) mit Gemeinderätin Monika Oberradter (2. von links) und Vertretern der Bürgerinititive rund um den Vorsitzenden Franz Knöbl (2. von rechts) vor dem Grundstück, auf dem die umstrittene Hühnermastfarm gebaut werden soll.

Die Diskussion über die in Thurnsdorf geplante Hühnermastfarm zieht bereits weite Kreise. Nun meldeten sich in der Vorwoche auch die NÖ Grünen zu Wort und kürten das geplante Projekt, bei dem nur wenige hundert Meter vom Wohngebiet entfernt in einer 100 mal 20 Meter großen Halle 39.500 Hühner gemästet werden sollen, zum Schildbürgerstreich des Monats.

„Die Hühner werden mit gasbetriebener Heizung und Kraftfutter, mit hoher Wahrscheinlichkeit mit gentechnikverändertem Soja, gemästet. Übrig bleibt die hohe Belastung durch Staub, Lkw-Transport und Tonnen von Hühnermist. Dass 2018 weiter in der Form produziert wird, ist ein Schildbürgerstreich“, erklärte Landessprecherin Helga Krismer.

Die Grünpolitikerin kritisierte zudem den Trend zu immer größeren Ställen und Tierzahlen in der Landwirtschaft. „Es braucht einen radikalen Wandel in der Produktion tierischer Lebensmittel. In dieser Angelegenheit muss auch die niederösterreichische Landesregierung dieser Massentier-Hühnerfarm in St. Valentin den Hahn abdrehen“, griff Krismer zu deutlichen Worten.