Hasenöhrl übernimmt Brantner-Deponie

Erstellt am 03. August 2022 | 04:54
Lesezeit: 3 Min
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Die Hasenöhrl-Gruppe übernahm mit 1. August die St. Valentiner Deponie in der Wiener Straße. Abfälle der Aluschlackendeponie in Wr. Neustadt sorgten dort im Vorjahr für Ammoniakgeruch und Anrainerproteste. Die Anlieferung der Aluschlacke ist mittlerweile endgültig beendet.
Foto: Vogl
Die Übergabe erfolgte am 1. August. Die Hasenöhrl-Gruppe beschäftigt auch die bisherigen fünf Mitarbeiter in St. Valentin weiter.
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Im Vorjahr lieferte die von der Brantner GmbH betriebene Mülldeponie in der Wiener Straße Anlass für Gesprächsstoff, weil Abfälle der Aluschlackendeponie in Wr. Neustadt in der St. Valentiner Deponie landeten. Ammoniakgeruch sorgte für Proteste von Anrainern in St. Valentin und St. Pantaleon-Erla. Die Anlieferung wurde daher vorerst gestoppt und im Jänner dann endgültig beendet. Nun wechselt der Betreiber der Deponie.

Seit dem Jahr 2004 betrieb die NUA-Abfallwirtschaft GmbH aus Krems unter dem Dach der Brantner-Gruppe die St. Valentiner Deponie. Sie umfasst jetzt eine gesicherte Altlast, ein Hausmüll-, ein Reststoff- und ein Massenabfallkompartiment. Derzeit werden dort nur Abfälle der Qualität Reststoff – also beispielsweise inerte Schlacken aus der Müllverbrennungsanlage, die nicht mehr reagieren und bei deren Lagerung kein CO₂ mehr entsteht – deponiert.

Brantner-Gruppe legt Fokus auf größere Deponien

Mit 1. August übertrug die NUA-Abfallwirtschaft GmbH nun die Deponie an den Grundeigentümer, die HAELA Abfallverwertung GmbH. Dabei handelt es sich um ein Unternehmen der Hasenöhrl-Gruppe aus St. Pantaleon-Erla. Es übernimmt die Deponie mit allen Rechten und Pflichten und wird auch die bestehenden fünf Mitarbeiter weiter beschäftigen.

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Geschäftsführer Karl Hasenöhrl.
Foto: Hasenöhrl

Die Brantner-Gruppe ist in vielen Bereichen der Entsorgungswirtschaft tätig und steht für ganzheitliche Lösungen. Neben dem Abtransport, der Müllsortierung und Wiederverwertung hat sich Brantner bereits ausreichende Deponiekapazitäten für die Zukunft gesichert, etwa durch den Ausbau bestehender Deponien. „Der Fokus wird jedoch in Zukunft auf Recycling und Kreislaufwirtschaft liegen. Daher haben wir uns entschlossen, die Deponie St. Valentin an die Hasenöhrl-Gruppe zu übertragen“, erklärt Stefan Tollinger, Geschäftsführer von Brantner Österreich und der NUA-Abfallwirtschaft GmbH.

Seitens der Firma Hasenöhrl betont man, dass man mit der Deponie bestens vertraut sei, da diese schon zuvor im Besitz der Hasenöhrl-Gruppe war. „Zudem sind wir sehr dankbar, auf das Fachwissen und die Erfahrung der bisherigen fünf Mitarbeiter der NUA-Abfallwirtschaft GmbH zurückgreifen zu können, indem diese nun in unserem Unternehmen beschäftigt sind“, erklärt Karl Hasenöhrl, der Geschäftsführer der Hasenöhrl-Gruppe.

Die Entsorgungsdienstleistungen sind jedenfalls auch in Zukunft gesichert. Dafür wurden gemeinsam mit den bestehenden Kunden individuelle Lösungen erarbeitet. Einige Kunden werden weiter von der NUA-Abfallwirtschaft GmbH, andere nun von der Hasenöhrl- Gruppe betreut.

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