Online-Umfrage: Mit dem Ohr am Bürger. Unter dem Motto „Sankt Valentin will’s wissen!“ wird die Bevölkerung dazu aufgerufen, aktiv am Entwicklungsprozess der Stadt mitzuwirken und Wünsche zu deponieren.

Von Ingrid Vogl. Erstellt am 23. Februar 2017 (05:45)
NOEN, privat
Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr, Citymanagerin Doris Haider und Stadtentwicklungs-Stadtrat Patrick Hagmüller (v.l.n.r.) sind schon gespannt auf die Meinung der St. Valentiner Bürger.

In der letzten Gemeinderatssitzung im Jahr 2016 wurde das 70 Seiten starke Stadtkonzept präsentiert. Seither kann es auf der Gemeindehomepage heruntergeladen werden und stößt auf unerwartet großes Interesse. 2017 steht nun im Zeichen der Bürgerbeteiligung. Ein Teil davon ist die Umfrage, die in der vergangenen Woche unter dem Motto „Sankt Valentin will´s wissen!“ gestartet wurde und der Bevölkerung die Möglichkeit gibt, am Entwicklungsprozess der Stadt aktiv mitzuarbeiten.

„Normalerweise macht man die Bürgerbeteiligungsprozesse vorher. Wir haben aber gesagt, wir analysieren für uns, wo wir die Schwerpunkte sehen und setzen würden. Bei der Umfrage erwarten wir uns eigentlich eine gewisse Bestätigung, dass wir richtig liegen“, erklärt Citymanagerin Doris Haider. Sollten die Bürger jedoch zu anderen Ergebnissen kommen als die Ersteller des Stadtkonzeptes und sich Änderungen wünschen, die im umfangreichen Strategiepapier nicht berücksichtigt wurden, ist das für Haider auch kein Problem. Im Gegenteil. „Wenn wir merken, dass sich die Bürger auf etwas anderes konzentrieren, werden wir das ins Konzept aufnehmen“, verspricht die Citymanagerin.

„Ich bin gespannt, was zurückkommt und wie die Valentiner wirklich ticken.“

Stadtentwicklungs-Stadtrat Patrick Hagmüller über die in der Vorwoche gestartete Umfrage

In der Online-Umfrage können die Bürger zeigen, was ihnen am Herzen liegt und auf einer Karte sechs Orte in St. Valentin markieren, an denen sie etwas stört oder die ihre Lieblingsplätze in der Stadt sind. Außerdem können sie den Stadtverantwortlichen auch mitteilen, was ihnen in St. Valentin am Herzen liegt, was sie stört und was sie sich für die Zukunft wünschen würden.

Verbesserungsvorschläge sind willkommen. „Ich bin gespannt, was zurückkommt und wie die Valentiner wirklich ticken“, hofft Stadtentwicklungs-Stadtrat Patrick Hagmüller auf rege Beteiligung der Bürger. Am ersten Tag gab es jedenfalls schon sechs Rückmeldungen. Eine Deadline, wann die Umfrage enden soll, hat man sich nicht gesetzt. „Sie soll auf jeden Fall das Jahr hindurch laufen. Sie soll ja repräsentativ sein“, betont die ausgebildete Soziologin Doris Haider.

Für all jene, die ihre Anliegen nicht online, sondern lieber persönlich deponieren wollen, hat man sich auch etwas einfallen lassen. In den Sommermonaten wird aller Voraussicht nach am Franz-Forster-Platz ein Kiosk aufgestellt werden, der zu gewissen Zeiten besetzt sein wird. Die Bürger können dann in lockerem Ambiente ihre Ideen und Wünsche mit Stadtentwicklungs-Stadtrat Patrick Hagmüller, Citymanagerin Doris Haider oder Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr besprechen. Warum man den Forster-Platz als Standort auswählte, liegt auf der Hand. „Weil wir dort in Zukunft etwas verändern wollen. Wir haben das Gefühl, dass der Platz mehr kann als nur Parkplatz sein“, versichert Hagmüller.